Es ist für ‚uns‘ Augenbewohner:innen im Zentrum des Wirbelsturmes schon klar, dass diese Art Ruhe, die uns ermöglicht ist, bzw wir uns ermöglicht haben, nicht zu wildem Trommelwirbel ausarten oder zu praller Selbstüberschätzung führen sollte, denn niemand von ‚uns‘ hat ahnen können, wohin das Ganze führt. Yuval Harari meint, die ‚Weisen‘ werden leiden, weil es jetzt auf jede Frage eine schnelle Antwort gibt, was leider die Denkprozesse immer mehr einschränken wird bis zur bereits diagnostizierten Kollektiv-Verdummung, alle Spieler:innen verkleidet in Meisterimitationen. Nur die Weisheit, tja, die wäre dann ja nicht, wer sie wirklich ist, wenn sie da unnötig rumhängen würde, wo nur noch vorgedacht wird. Aber man kann vom Auge aus erkennen, dass es kein Schlaraffenland mehr ist, dafür ist das Leiden in dieser Welt zu groß und zu tief und zu beschwerlich. Immer möglich ist das Mitleiden, das Mitfühlen, und das alles aus Räumen heraus, in denen Menschen in vollem Bewusstsein den planetarischen Glückcode geknackt haben: ‚Simple living, high thinking‘. Unschlagbar. Daher kann es auch weiterhin die beste Idee bleiben, a truly royal idea, die in allen Zeiten ihren Glanz nie verloren hat. Und bewusst sich von vielem zurückzuziehen ist nochmal anders als wenn man nicht weiß, wie man Zutritt bekommt zum lebendigen Vorgang. Und man kann immer mal dem zeitlosen Rat folgen und schauen, wer man ist, wenn keiner zuschaut.
Es zittert innen wie außen das Bild wie Espenlaub. Ich reihe mich ein in die Schmerzen der Dichter und ihren Worte-Staub. Nur die wahren Töne können den Toten das Leben entlocken, das sie führen. Hört auf sie! Sie führen den Tod in das Leben! Ich selbst lasse mich nicht mehr zurück, sondern fasse mit tiefer Berührung das mir zugestandene Glück.
Nicht neu, aber m.E. zu wenig beachtet ist die nackte Tatsache, dass wir uns auf einem Ball durch das All bewegen. Und natürlich kann man sich schnell daran gewöhnen, denn man kennt ja nichts anderes als dieses Hereinplumpsen in eben diesen Aufenthaltsort. Eine Welt, die es scheinbar nur einmal gibt, denn noch hat sich nichts vergleichbar Ähnliches gemeldet aus den unermesslichen Tiefen des Alls, obwohl darüber viel nachgedacht worden ist. Alle Bücher, die auf diesem Planeten herumliegen, handeln in irgendeiner Art und Weise vom Versuch des Einzelnen, das offene Geheimnis, in dem wir uns bewegen, zu ergründen. Es sind hier die Fragen, die einen Unterschied machen, seltener die Antworten. Denn bei allen Ähnlichkeiten, die dieses Raumschiff mit anderen Raumschiffen haben kann, so verblüfft die Mannschaft der Erde doch durch ihre Vielfalt, die allerdings gemeinsam am Gestalten des als Ganzes empfundenen Bild mitgestaltet, und das im gleichen Maße bewusst und unbewusst. Wir hängen ja mittendrin wie eine Leuchtkugel, und anscheinend ist das, was hier los ist, nirgendwo anders los. Es ist das, was Menschen miteinander auf einem kleinen Planeten machen, während sie durch die Gegend transportiert werden. Keiner wird zurückgelassen, es gibt ja auch kein Zurück, und aussteigen ist eine Option, aber meist nicht die wohlige Lösung. Hier wird viel gesucht und einiges gefunden, und obwohl überall sehr gute Lösungen angeboten werden, werden sie oft nicht genutzt. Das Wort verliert durch ungeübten Gebrauch seine Manifestationskraft. Wenn Dämonen das Steuerrad kapern, gehen viele Lichter aus. Wo noch kein Krieg ist, schwimmen Botschaften an die Ufer der Flüsse. Dort sitzen manchmal die Dichter:innen und treiben den überforderten Geist hinein in die Sprachlosigkeit. Dann befreit sich das Wort von den weltlichen Pflichten und versteht, dass auch es nur sein kann, was es ist.
Januar 13, 2026
Es wird sich sicherlich eines schönen Tages in ungewisser Ferne einer oder eine der dann noch Daseienden die Stirn reiben und sich fragen hören, wie das sein konnte. Also nicht nur ein Trick der kosmischen Komödie, der die hochbegabten Spieler:innen durch die Exzesse ihrer Fähgkeiten treibt, sondern auch ihr Scheitern an meisterhafter Ausführung darbietet, sodass die obdachlose Beschämung ihren Gegenspieler im Diktator hat, ohne dass eine Begegnung hier überhaupt noch möglich ist. Und während die Ankunft der Aufklärung immer noch recht mühsam wahrgenommen wird, wächst auf der anderen Seite der Follower-Wahn. Und es gibt tatsächlich diese Geschöpfe, die dafür sorgen, dass aufsteigendes Licht (als Erwachen) den ausgleichenden Schatten bekommt. Verblüffend ist in der Tat, dass sich der Gedanke, dass Maschinen den menschlichen Geist überschreiten werden, großflächig durchgesetzt hat. Man beschränkt sich also freiwillig selbst durch den Einsatz der Prothese. Denn um Himmelswillen, wieviel Wissen muss denn jede/r haben. Ich bin, klaro, für ständiges Dazulernen, das ist ja frei. Aber ich nehme auch wahr, dass ich darauf achten muss, dass ich die mir gemäßen Instrumentarien beieinander habe, mit denen ich mich selbst am Vorgang beteilige. Immer ist Beteiligung, und daher leuchten die großen, in stillen Stunden empfangene Sätze der Grübler:innen aller Zeiten wie freundliche Laternen, nachts, in der Wüste. Und siehe da: eine Herberge, und willkommen, Wärme des Daseins, willkommen.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege, Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald, Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege. Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege, Man steht am Fenster und wird langsam alt.
Die Amseln darben und die Krähen frieren, Und auch der Mensch hat seine liebe Not. Die leeren Felder sehnen sich nach Garben, Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben und wär so gerne gelb und grün und rot.
Umringt von Kindern wie ein Rattenfänger tanzt auf dem Eise stolz der Januar. Der Bussard zieht die Kreise eng und enger, Man sagt, die Tage werden wieder länger, Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.
Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern Und niemand hält sie auf und fordert Zoll. Silvester hörte man’s auf allen Sendern, Dass sich auch unterm Himmel manches ändern Und – ausser uns – viel besser werden soll.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege, Und ist doch hunderttausend Jahre alt. Es träumt vom Frieden – oder träumt’s vom Kriege? Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege, Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.
Wenn ich von meiner eigenen Beobachtungsposition ausgehen darf kann muss soll und Wesentliches bedacht und gelernt und wieder entdacht und entlernt habe, bin ich nun ganz klar voller Wertschätzung für den glanzvollen Balanceakt, den das Universum, bzw. das kosmische Spiel uns Erdlingen darbietet. Denn, das muss man schon zugeben, sind nicht nur die finsteren Schicksalsschwaden des Mensch-und Tier- (und Pflanzen)-reichs von ausgeklügelter Schärfe gezeichnet, sondern es hat sich immer wieder bestätigt, was Nelson Mandela meinte, nämlich dass das Gute und Schöne zu erkennen und wertzuschätzen viel, viel mühsamer ist. Je genauer man hinschaut, desto schwieriger wird es. Auch das Genug und das Zuviel spielen eine wichtige Rolle. Das Genug vom Missbrauch des Vorgefundenen, das Zuviel des sogenannten Guten. Das Ausbrüten menschlicher Pläne an geheimgehaltenen Orten gilt immer noch als Garant für Schweigeschwüre. Aber immer sickert was durch, auch das Zurückgehaltene strebt zum befreienden Exit. Nicht Exit vom Leben, nein, sondern Befreiung von den Plagegeistern der Habgier, dem irrlichternden Fishing nach dem Irgendwas, wo doch Intelligenz vom universalen Prozess zur Verfügung gestellt wird. Sodass d a s, was wir sehen, Resultat und Beweisführung des menschlich Entschiedenen ist. Daher ist auch hier beides gleichermaßen beliebt: das Erschrecken vor dieser immensen Inszenierung, in der wir scheinar willkürlich auf das Schachbrett gesetzt werden, und die tiefe Freude darüber, daran teilnehmen zu können.
Es gibt eine Dokumentation dieses einen Tages in Island, als tausende von Frauen von anderen Frauen überzeugt werden konnten, massenweise dagegen zu protestieren, dass Frauen überall z.B. für gleiche Arbeitsfähigkeit schlechter bezahlt werden als Männer, und überhaupt für die Erhaltung des lebendigen Geistes unerlässlich sind und ersetzbar wiederum nur von Frauen mit weiblichem Kaliber, die Vorgänge zu meistern wissen, von denen der Mann nur träumen kann bei einem Schluck Wodka. Als Frau kann man sich leicht beunruhigt fühlen, ob wohl niemand denken wird, man möge Männer nicht, denn es gibt sie ja, die mögeable men. Unsere Freunde nämlich und alle hochrespektierten Beibringer wichtiger Wissensdinge, wer von uns würde vieles von diesem gut Durchdachten unnötigerweise beklagen. In der isländischen Dokumentation ging es darum, dass Frauen einen einzigen Tag lang alle übliche Arbeit liegenlassen und nach draußen auf die Frauendemo ‚Ein Tag ohne Frauen‘ gehen, also alle allein und ohne Mann und Kinder. Viel musste organisiert werden und wurde ein Bombenerfolg, der angeblich auch das männliche Bewusstsein der Isländer veränderte. Dass wir gerade weltweit von einer Überdosis männlicher Selbstverherrlichung bombardiert werden, hat mir gezeigt, dass wir eine sehr gute Idee brauchen, um der männlichen Zerstörungswut eine Grenze zu setzen. Da mit Eintritt der künstlichen Intelligenz , wenn man das unbedingt ‚Intelligenz‘ nennen muss, der Einsatz des menschlichen Geistes in die freie Versklavung noch unheimlicher geworden ist, fragt man sich natürlich, ob der vorprogrammierte Zusammenprall zwischen menschlicher und künstlicher Inteligenz überhaupt noch aufzuhalten ist. Aberaberaber, was bewegt sich da zielsicher und selbstbestimmt durch die Maschen des Netzes, das sind sehr viele Frauen, die das männliche Machtspiel der Männer satthaben und nicht mehr einsehen, dass für diese erbarmungslosen Egos ständig gestorben werden muss. Die Kinder verwundet, das Leben verpfuscht, oder einfach namenlos verschwunden auf diesen öden Schlachtfeldern. In der lebendigen Wirklichkeit hat die weibliche Kraft das nach rückwärts gerichtete Sehnen überwunden.
Die Frau ist Selbst. Essenz und Asche der Weisheit. In der Fremdheit findet sie Ewiges. Sie geht mit dem Begriff ‚Freiheit‘ fachmännisch um und erkundet die Protokolle des Sichtbaren. Sie weiß, dass das ‚Geheiligte‘ Frauen liebt. Sie akzeptert die Grenzen des Machbaren. Sie sucht Menschen und Plätze auf, um zu wissen, wie sie wurden, was sie jetzt sind. Unermüdlich schöpft sie aus dem Grund ihrer eigenen Wahrnehmung, genau an der Quelle, wo sie auf das Andere trifft. Sie steht auf der Schwelle des Tores und verbleibt des Rätsels Losung.
(Berlin). Nicht schön bis unvorstellbar: kein Licht und keine Wärme in der gerade noch alles bereitstellenden Wohnung, und das alles bei minus 8 Grad. Ein paar Leute haben sich was Düsteres ausgedacht, und weil es so prima geklappt hat, muss man damit rechnen, dass es wieder passiert. (Noch mehr) Unruhe zieht ein in die Gemüter. Man, das heißt wir, können nicht mehr damit rechnen, dass alles gutgeht im Rahmen des persönlichen Managements, es kann auch anders. ‚Es‘ steht hier für das entgleiste menschliche Verhalten, das darauf aus ist, so viel Schaden wie möglich anzurichten. Seine Vertreter kichern auf der untersten Stufe der Geistgruften. Sie haben sich entschieden für die Rache am Nichtsichtbarwerden, also die Rache an der Welt, die ihnen nicht gibt, was sie brauchen bzw. fälschlicherweise für ihr Recht halten. Und wer weiß schon wirklich, warum man diesen oder jenen Weg einschlägt, wenn schon ein Windhauch das ganze Bild verändern kann. Und entweder man hört nicht auf, die unbegrenzte Vielfalt der Erscheinungen zu bewundern, oder man bleibt mit zäher Geduld bei der Frage, was man sich unter Menschsein vorstellt. Ein Mensch sein. So, als wäre das automatisch jede/r, der hier herumläuft auf dem Planeten. Viele wollen es sein, aber können nicht, umgekehrt kommt es weniger vor. Neulich habe ich aus Neugier ein Video Short geöffnet wegen der Frage: Trump ist der Antichrist? Der sehr menschlich und klug wirkende Pastor antwortete diesen Fragenden mit einem Nein, und man solle Trump nicht so viel Wichtigkeit geben, das würde ihn ja eher befeuern. Und so scheint es, als schleiche eine Entgeisterung um die menschenerschaffene Welt, und tief im Dunkel der Korridore wird an Drohnen und Waffen gebastelt, und seltsam Zwerghaftes erfreut sich am gelungenen Unbehagen der Anderen. Allerdings sind die Anderen auch da, die Gegenwehr beginnt sich zu mobilisieren, und ja!, auf beiden Seiten kann man sich gründlich verrechnen. Attention, traveller!
Der Schnee macht alles so still und bringt die Kunst der Verzauberung. Schneit es tatsächlich mal länger, so wie dieses Jahr, dann ist man froh, das Notwendige im Haus zu haben, um die schöne Einmummung zu genießen, dafür sind ja schließlich die Feiertage da. Das natürliche Licht im Raum wird tiefer. Es ist erfreulich, ab und zu mal irgendwo hineinzustarren, ohne dass man es Denken nennen könnte. Man lernt nicht nur die Anderen besser kennen, sondern die Vertiefung der Beziehung zu sich selbst bietet sich förmlich an. Inzwischen ist es ja durchgedrungen, dass man nicht das Gesicht im Spiegel ist. Die Erdsphäre fordert gewisse Anpassungen an den Organismus des Ganzen, aber was ist das Ganze? Da wir an bestimmten Grenzen im Vermuten stecken und Irren auch an Wissenschaftlern menschlich ist, tut es weiterhin gut, sich die eigene Wahrnehmung zuzutrauen und erst dann mit dem und den Anderen abzuchecken. Sollte es sich nun aber tatsächlich herausstellen, (auch das noch im Raum der Vermutung), dass selbst die von uns so hochgeschätzte Individualität gar nicht so persönlich gespielt wird, wie wir denken, sondern vielleicht entscheidet da noch etwas ganz anderes außer uns über den Zustrom in unseren Kanälen. Ich meine jetzt nicht heimlich Gott, nein, sondern das Bewusstsein an sich, d a s, was d a ist, und alles, absolut alles ein Ausdruck davon. Das Bewusstsein also nicht in uns, sondern wir im Bewusstsein. Das wärmt doch so richtig durch, und draußen, sehe ich gerade, suchen 3 Rehe unter dem Schnee nach Äpfeln, und finden sie auch.
Aus welcher Perspektive man auch immer das Weltgefüge betrachtet, so lassen sich nicht nur komplexe Zusammenhänge sehen, die meist schwer zu erkennen sind, sondern man sieht auch das eigene Schicksal mit den Entscheidungen, die in den politischen und wissenschaftlichen und sozial gepolten und philosophischen Arenen getroffen werden, stark verwoben. Das stimmt vor allem in unruhigen Zeiten, wo die Schachzüge so kompliziert werden und es tatsächlich dazu kommen kann, dass nicht nur eine fehlende Intelligenz die Grenze des Vorstellbaren ist, sondern effektiv keine/r mehr wissen kann, was als nächstes kommt. Und in welcher Gestalt. In Amerika sehen wir eine radikale Enthebelung der einst vereinbarten Gesetze, dann geht die Diktatorenpost ab. Im Hintergrund wird viel geheim telefoniert. Ach, du willst das Land mit den besten Butterbrezeln, gut, dann nehme ich mir das mit den Schokotrüffeln. Diese Lebensvernichter sind alt und man fragt sich am Rande des Gemunkels, was sie davon haben, anderen Menschen das Leben zu zerstören. In Caracas ’nur ein paar Tote‘? Wenn die Preise zu hoch werden, entsteht Gegenwind. Aber auch da weiß man nicht, wie stark der sein wird, das alles braucht tiefere Ebenen. Ende des Gehorsams. Selbstbestimmung. Tun, was man kann.
In gewisser Weise war die Jahreswechselkurve ganz gut angelegt, und dass der erste Tag auf einen Donnerstag fiel, wäre oder wird in Indien als ein besonders günstiges Zeichen gesehen. Donnerstag als erhabenste überweltliche Idee, und beim Zeus, es war auch sein Tag der göttliche Einmischung. Dann hinein in die kalte Flutung des Vollmondes, ich lese nach, er wird ‚Wolfsmond‘ genannt. Durch all das Ungefähre streckt sich der Freiraum in die erste Woche hinein, und wie Feste es so an sich haben, erwachen Menschen auf sehr unterschiedliche Weisen davon. Es schneit, und Menschen gleiten durch die Zeit, die so schwer zu fassen ist, weil sie ja nicht das ist, was durch Daten und Termine und Besuche und Feste vergeht, sondern sie ist immer bei allem dabei und webt sich ungesehen durch die Schicksale und über die Wochenenden hinaus. Denn es schlägt auch zu, dieses Kismet, und dumme menschliche Fehler führen zu verheerenden Resultaten. Und es muss uns zu Herzen gehen, wenn junge Leute wegen einer ungehörigen Nachlässigkeit ihr Leben verlieren oder gebrandmarkt sind für den Rest ihres Daseins. Fakt ist auch, dass im Krieg zwischen Russland und der Ukraine über 200.000 russische Soldaten und schätzungsweise 500.000 ukrainische Soldaten gefallen sind, ein seltsames Wort: gefallen. Alle weben ständig mit (hat auch die Quantenphysik bewiesen) an diesem kostspieligen Teppich, ob das nun bewusst ist oder nicht. Wir lernen also, dass jederzeit alles völlig anders oder aber ganz vorbei sein kann, das Spiel tatsächlich aus, während andere zu einem Schlückchen Wein nach Hause gehen, oder sich am nächsten Tag bei der Behörde melden, um, wenn einer kommen sollte, fürs Vater- oder Mutterland in den Krieg zu stapfen. Das Weltgefüge hängt in einer Pattsituation. Die menschliche Fähigkeit, Dinge selbstbestimmt zu entscheiden, gerät ins Wanken, denn es gibt kein Gewinnen und kein Verlieren mehr. Etwas muss geschehen, um die Lage in Bewegung zu bringen. Und es wird geschehen, das ist sicher.
‚Sonst‘, meinte der Sprecher, war alles meist friedlich. Im ‚Sonst‘ und im ‚Meist‘ sind dann zwischendurch viele junge Leute gestorben oder mit Verbrennungen nicht glimpflich davongekommen. Viele lockere Handhaber gefährlicher Zündstoffe oder Betreiber:innen von Unterhaltungsorten denken immer, es wird sie niemals treffen. Aber das Unerwartete trifft immer, es kann auch schön und bereichernd sein. Wobei es hilfreich ist, vorbereitet zu sein, wenn die Vorbereitung der wachen Anwesenheit im Nu nicht hinderlich ist. Aber wenn die Zeichen s o stehen, dass es keinen Exit mehr gibt, dann ist der Exit selbst da. Diese Tragödie in der Schweiz hat auf jeden Fall dazu geführt, dass der erste Tag im Jahr darauf hinweist, dass wir, so kommt es mir jedenfalls vor, dass wir im nächsten Jahr oder d e n nächsten Jahren vor allem emotionale Stabilität brauchen, um das alles auszuhalten, was sich im großen Dramaskript zusammenbraut. Das ‚So war’s doch schon immer‘ wird mühelos ausgehebelt durch den Auftritt des neuen Spielers, künstliche Intelligenz genannt. Jaja, er ist schon unter uns, ich weiß, ich schlendere ja auch etwas herum auf dem Sklavenmarkt, halbherzig um Kontrolle bemüht. Aber das ist alles noch in den Startlöchern, denn das wirklich Unvorstellbare kommt noch. Das muss nicht zwangsläufig etwas Schlimmes heißen, kann aber durchaus noch schlimmer werden, als es schon ist. Politisch gesehen muss zB. Selenskij am Leben bleiben, um dem dumpfen Vernichtungstrieb von Putin Widerstand leisten zu können, Trump muss in seinem freien Fall beobachtet werden, damit der Finger nicht aus Rachegelüsten zu nahe an den roten Knopf kommt, und was den Herren noch so alles einfallen sollte. Es ist verblüffend, was Menschen mit ihrem potentiellen Vorschuss an Intelligenz alles anrichten. Wenn sie, die Intelligenz, dann aber im Verlauf ungenutzt verkümmert, bahnt sie gleichzeitig den Pfad des Unmenschlichen. Und auf diesem Weg geschieht es, dass Gehirne die Maschine als authentische geistige Verbesserung des menschlichen Geistes sehen können, was sie nie sein wird und auch nicht sein kann. Das alles könnte einen stark beunruhigen und kann es auch manchmal, aber zum Glück gibt es andere Optionen. Die wiederum sind schon seit Jahrtausenden bekannt, und sind schon von vielen praktiziert und überprüft worden. Sie sind (u.a.) ein Garant für diese innere Stabilität.
Da ist er also, der letzte Tag des Jahres 2025, der genau wie alle anderen Tage und Jahreszahlen nie wieder kommen wird, der Tag des Rhinozerosses (Scherzlein), und Mittwoch, an dem in Indien Ganesh, der Elephantengott, die Rolle des Logos übernimmt, um Unbegreifliches sichtbar zu machen. Das hilft noch nicht dabei, zu fühlen, und wer’s nicht fühlt, der kann’s ja nicht erjagen. Nicht, dass Erjagen eine Option wäre, denn (z.B.) der Frieden lässt sich nicht einfach ins Bockshorn jagen. Das überreizte Auge starrt in die Kriegsruinen. War schon immer Dunkelheit so finster, und das menschlich herumirrende Etwas so schlecht versorgt von der Gerüchteküche!? Und wir, auch viele, auch erschreckt, aber eher von der Wahrnehmung unseres guten Lebens, wachgeworden durch Akzeptanz des Leidens, das Reifung und Liebe voranbringt. Warum hier so viel Nahrung, und dort verhungern den Müttern das Kind auf den Armen. Daher der Hang zum unermüdlichen Einsatz in schwierigen Zeiten, wenn es nicht nur um Leben geht, sondern um Qualität des Menschseins. Und nicht vergessen: das Wichtigste steht schon geschrieben: Erkenne dich selbst – und – Alles in Maßen.
Man beachte den goldenen Stab, der nur scheinbar trennt.
Wieder einmal, und d a s alle Jahre, hat die christliche Welt das berühmte Fest der Liebe bewältigt, vermutlich mehr oder weniger. Denn wem das Geheimnis der Liebe am Herzen liegt, muss sich auf Mühen gefasst machen, für die sich keine/r freiwillig melden würde, wüsste man vorher bescheid. Wer wächst schon gerne freiwillig über sich selbst hinaus, nein, tief hinein in die Wurzel, die Gebeine, die verborgenen Korridore und in umgeahntes Gewirr von Schluchten muss er treffen, der Ton, damit man, wenn es sich günstig entwickelt, etwas in sich selbst zum Schwingen bringen kann, damit die Neigung zum Ungewissen sich verwandelt in den heldenhaften Kampfgeist, den Liebe braucht, um zu blühen. Nun schauen wir kurz in die Weltpolitik. Auf dem Bild sehen wir so einen Kampf in der politischen Arena. Selenskij, dem Liebe nicht fremd, hat sich für die kindliche Arglosigkeit entschieden, um im letzten Schlachtfeld dem Diktator doch noch klarzumachen, dass ein Mensch in ihm sei, also in Trump, daher nicht verloren muss er unbedingt sein, oder ist er es schon, ich meine natürlich: sich selbst verloren gegangen. Nie hat er Liebe erfahren, der kleine Donald, aber reicht das aus zur Vergebung? Man sieht Trump an, dass er möchten könnte, denn eigentlich ist d a s, was Selenskij ausstrahlt, genau das, was er möchte. Er wäre gerne so liebevoll und im besten Sinne heldenhaft wie dieser kleine Mann vor ihm, den die Welt bewundert für eine Größe, die nur wenige haben. Aber wie kann er, Donald Trump, das handhaben, was da vielleicht sekundenschnell in ihm aufflackerte, hat er sich doch schon entschieden für die leere und letztendlich selbstvernichtende Variante der Macht. Dabei hat das große Marionettentheater ihm, dem finsteren Möchtegerndiktator, Selenskij geschickt, aber o weh o weh o Weh! Ob das Spiel, immer für Wunder bereit, d a s noch ermöglichen kann, ich meine: Berührung in freiem Fall!?
Es ist ja erstaunlich, was an so einem Fest wie diesem, dem vorüberziehenden Fest, energetisch alles aufgewirbelt wird. Die Bedürfnisse, die Wünsche, die Ängste, die Enttäuschungen. Das alles hängt an der Bedeutung, die wir Menschen in Ideen hineinstecken. Oder in die Erinnerung an Gewesenes, zum Glück nicht mehr ganz Überprüfbares, damit Phantasie und Berechnung ihre Blüten treiben können. Ob sich Maria und Josef tatsächlich vor Kälte zitternd an die warme Kuhhaut geschmiegt haben, oder wieweit Hermann Hesses Siddharta dem wahren Buddha entsprach. Und gibt es überhaupt einen Ausweg aus den Geschichten, und warum sollte man nach einem Ausweg suchen? Der/die Erzähler/in greift hinein in tote Materie, denn ständig ist ja (auch) Vergangenheit, und haucht dann günstigerweise der Idee oder dem Wort oder der Form Leben ein. Es ist eine Art Mutterschaft, die zu verschiedenen Resultanen führt, ganz wie im äußeren Leben. Denn da erscheint das dann alles: als Mensch, als Musik, als Bild, als Schauspiel. Und ja, da gibt’s gräßliche Szenen, man möchte nicht glauben und nur zögerlich wissen, dass Menschsein doch ein großes Mysterium geblieben ist, ein Rätsel, das sich schwer lösen lässt, und vermutlich geht’s gar nicht um erlösende Lösungen. Es kann schon erschrecken, wenn man merkt, dass man einen Faden in der Hand hält, der einem bei der Navigation durch das Labyrinth behilflich sein soll, und siehe da!, also doch!: ein Exit.
Es war einmal ein Mensch, der rief die Götter um Hilfe an, da er seinen Ausdruck suchte und ihn nicht fand. Die Götter staunten. ‚Aber du bist der Ausdruck!‘, riefen sie ihm zu. Es gibt keinen anderen Ausdruck von dir, es gibt nur e i n e n, und der bist du.‘ Doch obwohl die Götter die Stimmen der Engel einsetzten, leuchtete es dem Menschen nicht ein. Und wenn ihr ihn trefft, erinnert ihn daran. Unbedingt!
Die meisten Weihnachten meines Lebens habe ich nicht in Deutschland verbracht, aber die Weihnachtsblitzerinnerungen an kindliche Freuden und Aufgeregtheiten sind schon noch da. Die Weihnachtsgeschichte so rührend. Das kann schon jedes Kind verstehen, wie gruselig es ist, da draußen rumzuirren, und dann endlich: ein Stall, die warme Haut der friedlichen Kühe, das besondere Kind, das da heranwächst mit edler Gesinnung und einer unerschütterlichen Leidenschaft für Wahrheit. Und ja, dass sie leiden macht, diese Wahrheit, und dass dadurch das Leiden verstanden wird als ein Weg zu geistiger Freiheit. Daher sind auch Religionen meist nur Erhalter des Skriptes, und je strikter die Gehorsamslisten und ihre brave Durchführung, desto begrenzter die Möglichkeiten direkter Wahrnehmung. Aber hin zum Punkt, der wird umkreist vom Fest, dem Fest der Liebe immerhin. Manchmal hilft es, die Dinge ernster zu nehmen, als man gewillt ist. Kostüme können irritieren wie Glaubenssätze. Aber die ganz alten Geschichten haben immer was mit dem Licht zu tun, mit der Geburt des Lichtes. Darauf kann man sich einigen. Licht als Bewusstsein.
‚Die Eigenschaft des Hintergrundes ist Liebe‘, sagte der Quantenphysiker, und er schien zu wissen, von was er redete. Also ein Dahinter, auf das man sich verlassen kann, günstigerweise auf sich selbst. Das ändert nichts an der Tatsache, dass die menschliche Erlebnisskala geradezu unbegrenzt ist, und weist ganz offesichtlich d a die Grenzen auf, wo sie zu finden sind, meist in der Selbsteinschätzung. D i e beruht ihrerseits auf dem Interesse, sich selbst kennenzulernen, wobei es hier das Gerücht gibt, man könne sich selbst auch verpassen. In diesem Sinne hilft vielleicht das einstudierte Zeremoniell des Weihnachtsvorgangs dabei, gewisse Aufwühlungen zu aktivieren oder zu ertragen, damit der hohe Anspruch des Festes nicht völlig baden geht. Man könnte es auch als familiäre Therapiestunden sehen, im Here and Now, mit allen möglichen Masken bewaffnet, oder auch glücklich, why not. Ganz glücklich dann auch nicht wirklich möglich, denn da draußen stirbt die Ukraine und Gaza undsoweiter vor sich hin, bei jedem Glühweinschluck kann jemand ausrasten. Jesus wird weiterhin liebgehabt, und vielleicht ist er für viele ein tröstlicher Anker in der Dunkelheit. Und klar! Komm herbei: Frieden! Shanti! Shalom! Eirini! In die Praxis!
Das Xmas Festival braust wieder heran, und weit und breit kein Jesus, klar, ich warte ja auch nicht auf ihn. Es gibt immer wieder Gerüchte, dass Einer kommt, der alle wieder zur Vernunft bringt, aber das ist sicher ein langer, steiniger Weg. Schwarz vermummte Reiter rasen durch brennende Wüsten. Mehr Wüste, denkt man, kann gar nicht sein. In Indien erscheint der Gott Vishnu, Erträumer der Welt, als Avatar in zehn verschiedenen Formen und Verkleidungen. Die sagenumwobenste ist die letzte Form, da soll Kalki auf einem weißen Pferd heranreiten und das Böse besiegen ‚Sein Erscheinen markiert den Übergang von einem Zeitalter der Verwirrung zu einem Zeitalter des Lichtes und der Wahrheit‘. Wir stecken ja gerade alle in gewissen und unterschiedlichem Maße in der menschlichen Düsternis, und gerne soll herangeritten und gerettet werden, aber wie und wo und wann. Dabei kann es genauso gut die Intelligenz an sich, pura intelligenza, sein, die gerade herumgrübelt, wie man den Druck und die Atemnot durch die als ‚unmenschlich‘ erfahrenen Vorgänge erleichtern oder gar heilen kann. Scheinbar will die Wirrnis sich noch austoben, das hilft ja auch auf seine Weise mit dem Aufklären, wenn ein/e jede/r den Pfad durch die vielschichtigen Nebelschwaden bahnen muss, ohne sich auf einen direkt sichtbaren Sinn verlassen zu können. Warum sollte eine intelligente, schöpferische Kraft, an der wir alle automatisch teilhaben, sich sorgen, ob es einen Sinn macht. In jedem Spiel gibt es Anweisungen und Regeln, bevor die vielen Möglichkeiten der Spielart überhaupt auftauchen können. Es sind die sich selbst erkennenden Regeln letztendlich, die auch ohne Sinn auskommen. Jedes Wesen in diesem Spiel hat das Recht, sich bemerkbar zu machen. Es kommt auf den Spielraum an, den sich jede/r erschaffen möchte. Denn noch einmal sich selbst erinnert: wir spielen mit, und wie stet’s wirklich mit dem freien Willen, das muss noch geklärt werden.
Schon eine ganze Weile beschäftigt mich der Gedanke, warum es uns Menschen so schwerfällt, eine…na, wie soll ich‘ nennen, eine ’stabile‘ Wahrnehmung des Weltgeschehens zumindest für uns selbst zu erzeugen. Auch von Tiefgläubigen, in denen kein Restlein von Zweifel mehr Platz fand, hört man erstaunliche Dinge. Vielleicht waren sie gar der ‚Sache‘ näher als die, die den mühsamen Weg über die Vernunft bzw. das vorhandene Wissen gegangen sind und immer noch gehen. Wobei beide ja letztendlich eine ähnliche Ausrichtung haben, nennen wir es mal die gewünschte Erfahrung einer letztendlichen Realität, oder gar sich selbst als Spiel und Spieler/in zu erfahren, wie es aus den vielen Traditionen zu uns herüberschallt. Inzwischen wissen wir ja, dass wir, falls gefangen im Wasauchimmer, dieses Gefangensein nur in uns und von uns selbst konstruiert worden ist, denn es ist das einzige, für das wir selbst die Schlüssel haben. Durch die eigene Entschlüsselung kommt man auch zur Frage, wie es jetzt weitergeht. Um die illusionäre Natur des scheinbar Verständlichen zu verlassen, braucht es ein Feld, das uns empfangen kann. Hier kann man die vielen Variationen des Namens einsetzen, den man für die schöpferische Kraft hält, ob nun Kosmos, Bewusstsein oder von mir aus ‚Gott‘, wenn dieses irritierende Wort freibleiben kann von der Vorstellung des Verkörperten. Ich denke, es geht darum, von sich selbst befreit zu werden, damit man sich nicht mehr im Weg steht. Man ist ja nur e i n Ausdruck des Ganzen. aber immerhin: man kann es, beziehungsweise als Ausdruck eines universellen Bewusstseins kann ein Ich es erfahren!
Fremdes. Da war Fremdes. Es war das, was befremdete Das Befremdliche. Warum war es da. Es war Fremdliches: nix gut. No, no! Es trug keinen Zopf und hatte keine Steppdecken. Es sollte hingehen, wo es herkam. Irgendwo musste es ja herkommen, dann könnte es auch wieder irgendwo hingehen. Warum sollten gerade wir es treffen, wo es uns doch fremd war. Mit uns hat es jedenfalls nix zu tun. Wir haben selbst nix. Selbst im Nix nix Fremdes haben wir. Dann soll auch das Fremde nix davon haben. Weg soll das Nix. Wir jedenfalls wollen kein fremdes Nix. Wir haben selbst genug davon, ja. Genug jetzt aber. Das Fremde soll weg. Soll’s in die Fremde, wo Fremdes hingehört. Wer soll denn bei uns uns hören. Unerhört! Man soll Fremdes nicht stören. Unter uns stört’s schon von allem genug. Von allem genug. Von uns alles gut. Wir auch so. So weg.
Dass ausgerechnet Donald J. Trump in dieser Runde die Meisterschaft des aktiven Finsterlings als Rolle bekommen hat, kann schon erstaunen. Aber was heißt hier ausgerechnet. Immerhin waren und sind eine noch unüberschaubare Menge an Erdlingen daran beteiligt, ihn zu wählen. Genau ihn wollten und wollen sie, weil er auf eine bedrückende Weise einen Ton der Zeit trifft, der sich gerade auf niedrigster Ebene pompös durchsetzt. Würde man nun einmal zur persönlichen Unterhaltung den Kosmos, was auch immer man darunter versteht, aber vor allem das unbegrenzt Bewusste, als Seinsvermittler begreifen, dann könnte man diese unheimliche Rolle nochmal anders verstehen. Leider spielen auch hier, also im planetarischen Spielverlauf, die Religionen eine bedeutende Rolle, und obwohl auch sie die großen Fragen wälzen, verlangen sie die Hingabe an den Glauben, der sicherlich beruhigend wirken kann, aber ein Begriff für Nichtwissen ist. Das heißt, ich halte es gar nicht für nötig oder möglich, eigene Erfahrungen zu machen, und da trennt ein sehr scharfes Schwert das zu Glaubende von der Aufklärung. Insofern ist Trumps Groteske ein Hinweis auf seine wirkliche Gefährlichkeit, nämlich die Gläubigen kontrollieren zu können, wie auch immer er es will. Allerdings muss man eben seine Erscheinung als eine Kollektivschöpfung sehen, und vielleicht müssen wir, wir alle, dieses Phänomen des vollkommen morallosen Auftritts bei gleichzeitiger Gottverklärung einmal genauer betrachten. Schließlich kann der Mensch wählen, selbst, wenn es sich herausstellen sollte, dass er vom Bewusstsein an sich bewegt wird, denn bei jedem sieht es ja anders aus, es ist unlimited. Und das als unmenschlich Erkannte muss uns berühren, denn hallo!, ist diese Variante denn auch in uns? Erscheinungen wie Peter Thiel und Elon Musk finden den Hauptteil der Menschheit ihres angeblich erhabenen und entwickelten Geistes unwürdig und sinnen auf Auslöschungen der Unwürdigen. Das kennen wir doch. Achtung, Achtung, wir befinden uns im Kampfgebiet in der Dämmerstunde. Es ist um des Leides, aber auch um des besten Spieles willen, dass wir Verantwortung tragen für die intergalaktische Seinssphäre, also vom Kochtopf bis zur Totalität des Seienden.
Dezember 15, 2025
Also wenn ich auf youtube unterwegs bin, ist meine Dosis von Versklavung noch überschaubar (denke ich mir), denn immerhin kann ich dem Algorithmus noch eine Richtung geben (denke ich), obwohl er, also es, mir bei jeder Wahl weitere Möglichkeiten anbietet, mich zu erweitern. Und so kann man bei scheinbar freier Wahl im Darknet landen oder bei einem Shaolinmönch, wobei auch das häufige Erscheinen des Mönches ermüdend sein kann. Ich habe festgestellt, dass ich (u.a.) Shorts mag, weil man nach kurzem und oft unterhaltsamem Einblick wieder weg kann, ohne ähnliche Einblicke zu aktivieren. Heute früh habe ich so ein kurzes Ding geöffnet, weil da stand ‚Werde wie Jesus‘, und da wollte ich doch mal, passend zur sich aufbauschenden Weihnachtszeit, sehen, was jemand darunter versteht, wie dieser wichtige Mensch der christlichen Welt war. Es sprach sehr sympatisch ein amerikanischer Priester, Father David, und erinnerte daran, wie wild und stürmisch und wütend Jesus war, und sein Leben einsetzte für die Gerechtigkeit und gegen die narzisstische Gaukelei der menschlichen Natur, die ihm unerträglich wurde. Ich denke, man kann nicht wirklich mutig sein, ohne sein Leben, also das eigene Leben, einzusetzen, und vermutlich verschwinden im Nichts der Geschichte sehr viele unerkannte Menschen, denen es gelungen war, ihre menschlichen Grenzen zu überschreiten. Ist das ratsam? Es gibt gar keinen Rat, denn jede/r muss für sich selbst entscheiden, welche der angebotenen Lebensgestaltungen einem stimmig vorkommt. Das Heilige, sofern vorhanden, strömt ja diese Anziehung aus, weil es vorgibt, die menschlichen Begrenzungen, unter denen wir vor allem leiden, überschreiten zu können. Die Vorbilder verschwinden, man trapst durch Wüsten oder durch Eisgefilde oder aber tiefen Nebel ohne Straßenschilder. Dann merkt man erstaunt, dass Wunder gar nicht so selten sind, ja, es wundert überall. Heiter gibt sie sich zu erkennen, die frischgebackene Wirklichkeit.
Wer von uns in dieser Zeit Lebenden hätte gedacht, Zeug:innen eines solchen frontalen Zusammenstoßes des für menschlich Gehaltenen mit dem sich als unmenschlich zu erkennen Gebenden zu werden. Ja, wir ( hier als deutsches Volk) haben schon eine Hölle hinter uns, immer noch zuckt die nur langsam erlöschende Vorstellung vom Unvorstellbaren. Aber nun kann man sich’s nicht nur vorstellen, sondern es wird uns sozusagen frei Haus geliefert. Wir können zuschauen, wenn sie im komplett zerstörten Gaza-Streifen nach dem Unwetter im Schlamm waten, und wo Mütter schon eine ganze Weile ihren Kindern beim Verhungern und Sterben zusehen. Man grübelt, wie sowas geschehen kann, und weiß nun, dass es kann. Das leuchtende Nichts schreit in die Kinderohren. Irgendwo hat ein ungünstig gescheiterter Vater seinem Sohn zur Tyrannei verholfen. Weibliche Beschneidungen werden diskutiert. Einem menschlich unterentwickelten Geschöpf, das sich illegal an die Macht katapultiert hat, gewählt von Gleichgesinnten, dem wird erlaubt, von diesem Gazastreifen als einer Riviera zu träumen, na gut, undsoweiter. Was hilft mir hier meine Betroffenheit? Vielleicht gut, überhaupt noch getroffen zu sein, und unter bestimmten Umständen Konsequenzen ziehen zu können.
Ich denke, man kann es von allen weltlichen Erscheinungen sagen, dass sie zwei Seiten haben, auch wenn die Erzählungen uns manchmal anderes glauben machen möchten. Ist Tätowiertwerden oder blaues Haar oder Yoga gut für alle? Eine Antwort ist, dass man vieles willkommen heißen kann, aber wenn etwas nicht im Einklang ist mit dem Wesen der eigenen Sache, lässt man es lieber bleiben. Natürlich muss man lernen zu unterscheiden. Einmal habe ich in Kathmandu einen buddhistischen Lama gefragt, ob es ihm nichts ausmacht, dass so viele Leute einfach um den Tempel herumrennen und irgendwas vor sich hinmurmeln (natürlich nicht irgendwas, sondern ein Mantra), ohne die Tiefen dieser geistigen Anregungen zu reflektieren? Er meinte, es sei immerhin besser, als über die Nachbarn zu quasseln, auch darüber kann man getrost geteilter Meinung sein. Eine ähnliche Frage habe ich später in Indien einer Lehrerin während meiner Yogapraxis gestellt, und sie meinte, es würde sich immer um die paar wenigen lohnen, die ernsthaft bei der Sache sind. Nun kann man sich schon mal wundern, wenn man durch deutsche Dörfer fährt, dass dort auf Plakaten Yogaklassen angeboten werden. Man geht wohin, lernt mit bis zum Diplom, und macht dann eine Schule auf, klar, why not. Auf jeden Fall hilft es, die verschwurbelte Mystik um die Yogaerfahrung herum etwas zu lockern, oder schaut, was man selbst, aus uralter Schulung kommend, noch ernst nimmt. Nun ja, diese eher meditative Lebensweise scheint sich, vermutlich und hauptsächlich wegen der vielen Stunden und Tage und Wochen in Stille, also im Wortlosen, doch irgendwie bewährt zu haben. Wir haben schon Erfahrung gemacht davon, was wir unter einem guten Leben verstehen. Ich denke auch, dass es ganz viel mit der Einstellung zum Leiden zu tun hat und ‚if you know how to suffer, you suffer less‘. Vielleicht mehr innerer Raum zur Verfügung, die Freude am Licht in der Dunkelheit. Die Freiheit und Souveränität der eigenen Reisebetrachtung. Die Erfahrung des Universums als einem lebendigen Wesen, dem man die Intelligenz des Schöpfens zutraut. Schöpfung als Kunstwerk, für das Yoga eine Huldigungchance ermöglicht. Die bereitwillige Verneigung vor der Schatzkammer.
Dezember 11, 2025
Wir gehen so vor uns her, vor uns hin. Die Dinge fallen auseinander. Die blutgefärbte Flut ist losgelassen. Überall wird sie ertränkt, die Zeremonie der Arglosigkeit.
Wenn man hineingeht ohne Rückhalt, bleibt wenig Spur und wenig Spiegelung. Nur manchmal erfreuen wir uns wehmütig der Nus, wenn Gewesenes gepriesen wird. Und du?
Dezember 10, 2025
Nun muss man sich von dem offensichtlich entgleisten Maß an Dummheit, mit der man zur Zeit durch die Verkörperung des amerikanischen Präsidenten konfrontiert wird, nicht zu sehr beirren lassen, obwohl die Angst vor der politischen Ansteckungsgefahr nicht gering ist. Die Frage ist viel mehr, wieweit das lose verstreute Kollektiv der Gegenkräfte sich bereits in aktiven Denk -bzw. Handlungsprozessen befindet, von denen man verlässliche Resultate erwarten kann. Da es hier um freiwillige Entscheidungen geht darüber, wo und wie sich mein ganz eigener Weg gestalten soll, und wieweit ich meine persönlichen Beitragsmöglichkeiten erwäge, so dauert es zuweilen, bis das Wesentliche bedacht it. Kann ich mich darauf verlassen, dass auf, nennen wir sie mal die subatomaren Ebenen, dass also auf diesen Bahnen die klarsten und gleichzeitig einfachsten Eingebungen am schnellsten traveln, also viel schneller selbst als künstliche Intelligenz. Oder wie ein treffliches Schwert, das den Nebel des Traumes zerteilt und den Blick frei macht auf den Raum an sich, in dem sich das alles auf wundersame Art und Weise abspielt. Also keine Angst haben müssen vor dem, was allerorts durchgespielt werden muss, damit alle von den vielen Variationen des Traumes erwachen, oder zumindest so viele, dass es den Transit ermöglicht in ein hellwaches Bewusstsein. Freischwebende Aufmerksamkeit!
Wenn eine finstere Atmosphäre vorherrscht im Welttheater, erinnert man ungern an die eher erfreulichen Aspekte des Spieltriebs, oder aber wird von sich selbst gezwungen, seine Verdunkelungen als ein Teil des Spiels zu sehen. Darüber wissen vermutlich die passionierten Gamer:innen bestens bescheid, denn dort muss viel weggeballert werden, was dem Avatar im Weg steht. Schließlich kann jeder kümmerliche Nerd hier Avatar werden. In Indien ist es zum Beispiel nicht verboten, sich ‚Gott‘ zu nennen, aber die Show muss dann auch irgendwie zusammenpassen, also der Spielermensch und der gespielte Gott. Die arglos ergriffene Chance dieser Idee und dieses uralten Spiels hat in den letzten Jahren stark gelitten, und obwohl der Spieltrieb gestiegen ist, ist das Level gesunken. Ja welches Level denn, und was ist überhaupt unter ‚Level‘ zu verstehen. Es können auch Stufen sein oder Äste des Urbaumes oder Sephiroth undsoweiter, die uns die Bestrebungen des Menschen durch alle Zeiten hindurch vermittelt, sich einen Spielplan zu basteln, der das Durchqueren des weltlichen Irrgartens erleichtern soll. Es ist auch gesund, wie alle guten Spieler:innen bezeugen werden, dass man mit den Spielregeln zumindest vertraut ist, um letztendlich selbst zu entscheiden, was man als hilfreich betrachtet und was nicht. Und obwohl helle Köpfe immer ein bisschen naiver und vorsichtiger wirken als dunkle Geister, sollten die dunklen Spieler sich nicht täuschen und unangreifbar wähnen. Wenn das klar wird, geht der Kampf erst richtig los. Hier wird mit sehr unterschiedlichen Waffen gekämpft, aber alle können einen tödlichen Ausgang haben. Daher ist es ratsam, sich im Innehalten zu üben. Das Innere also zu halten und ihm angemessenes Handeln zuzugestehen. Und somit ist es angebracht, viele der verfügbaren Ebenen freiwillig und mit genügend Übung hinter sich zu lassen, um bereit und ausgerüstet zu sein für das jeweils Daseiende.
W a s kam da auf vielen Blättern zu uns aus Amerika? Muss man versuchen, das für möglich zu halten? Dass sie uns drohen und sich einmischen möchten und finden, bei uns sei die Redefreiheit in Gefahr? Eine derart unverschämte Verdrehtheit muss man aushalten können. Und muss nun doch, 50 Jahre seit Hannah Arendts Weisheiten aus dem Todesreich tönen und uns daran erinnern, dass niemand das Recht hat, zu gehorchen. Jedenfalls niemand, den diese Aussage anspricht. Und überhaupt, wann wurde das getrennt, in diesem Falle die Philosophie und die Politik, sind wir doch schon wieder Menschen in finsteren Zeiten, die bereit sind zum Austüfteln dieser menschlichen Abgründe. Vor allem ist das schmerzhaft, wenn man erfahren hat, dass es auch anders geht, also gut geht, und dass bei aller scheinbaren Widersinnigkeit des Spiels sich doch gezeigt hat, dass das Spiel weiß, was auf dem Spiel steht. Und dieses Ringen um die zuweilen offensichtliche Unvereinbarkeit zwischen Dunkel und Hell, das spüren wir doch auch innen. Oder kann es uns tatsächlich gelingen, in dieser versinkenden Sonne der demokratischen Idee tatsächlich genug menschliche Intelligenz abzurufen, um dem Unheil selbst die Stirnen zu bieten. Also Widerstand zu leisten gegen die erdrückende Hoffnung, alles möge gutgehen, wo es doch schon mächtig entgleist ist, das sogenannte Gute, und die Fäden bereits in künstlichen Händen liegen. Und wir müssen aufhören mit dem großen Fürchteln, denn noch sind die Würfel nicht gefallen, und die Süchtigen an den Spieltischen sind in den letzten Runden selten die Gewinner. Auge, sei wachsam!