traveln

Wir fahren auch ein paar Tage wohin, das haben wir nie Ferien genannt. Was wir tun, hört ja dort nicht auf, nur ein Hauch mehr vom Ungewissen. Und mal das Wissen loslassen, dass man alleine kommt und alleine geht, aber es nicht wirklich vergessen. Auch nicht Ausschau halten nach etwas, was man noch brauchen könnte, wo man doch eh‘ schon genug hat. Aber auch erkennen, wenn wirklich was für einen da ist, und wie schwer fiel es mir doch, das perfekte Jäckchen aus Perugia wegtun zu können, als es nur noch die Fadenscheinigkeit zusammenhielt. Orte und der Geist, der sie erweckt, als hätten sie nur auf einen gewartet, damit der Wind eines frischen Auges auf ihnen ruhen kann. Auf den Gärten, dem Meer, der Wüste, den Städten. Wo alle, die man trifft, über anderes nachgedacht haben, aber dann auch über das Gleiche. Das Gleiche, das uns verbindet. Warum wir zu ihnen kommen, ausgerechnet in ihre Welt, und klar, wir bringen Münzen und Scheine, aber auch vieles andere. Uns selbst in der jeweils möglichen Offenheit, immer bereit für Geburt und für Neuschöpfung. Und ja, auch für Tod, denn sonst würde die Angst uns begleiten.


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