
In der Nähe
des Glücks
ein kleiner
Goldstrahl
im lässigen
Gewebe
des Nichts.
Und an dich,
hohes
Abstraktum,
Nähe des
Glücks.
erinnere
ich mich.

In der Nähe
des Glücks
ein kleiner
Goldstrahl
im lässigen
Gewebe
des Nichts.
Und an dich,
hohes
Abstraktum,
Nähe des
Glücks.
erinnere
ich mich.
*s.u.
Atemberaubend fürwahr
ist der Schrei, der das
Gehirn durchdringt,
und dort, im Verborgenen
der Windungen Dichte um
Dichte durchzittert und
vorstößt ins Kinderzimmer,
wo das Kind liegt und
hinausschaut aufs
antwortlose Nichts,
bevölkert vom Toben
des Menschseins und
seiner zerstörenden
Wirkung. Wenig später
läuft es herum und sucht
nach den Worten, die keiner
gesagt hat und findet sie nicht,
denn sie sind verschwunden
im Unerhörten. Dann wächst es
und spricht und gehört nun zu
sich und schaut durch Fenster
auf Leben – und nimmt vom
Außen, was innen erlischt –
und kann das Eigene nach draußen
nicht geben. Dann wird es gefragt,
was es werden will, und muss sich
entscheiden – sucht im Meer seines
Ohres nach einer Antwort, die dem
Innen entspricht – und wählt das
offene oder das geschlossene Tor.
Will ich es immer noch Gnade nennen,
wenn das Kind dann noch Zugriff hat
auf das Feld einer inneren Stimme,
denn sicher, es ruft sich selbst und
wird auch gerufen, die versunkene
Welt aus den klagenden Mustern zu
formen, und setzt den Schrei der
Verstummten um in fassbare
Wirklichkeit. Gibt Antwort auf die
Fragen des Schicksals, Antwort auf
des Raunens stummes Geheimnis,
Antwort auf Raum in mir selbst und
den Anderen.
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Was das Bild betrifft, so bin ich ziemlich sicher, dass es von David Lynch ist, habe auch versucht, es zu klären, wollte es aber auch unbedingt zu diesem Text, der auch ziemlich düster ist. Beide berühren mich an einem bestimmten Punkt, wo ich vielleicht etwas von dem, was bei mir selbst im Wortlosen lebte, nun in diese Worte umsetzen konnte. Immer mal wieder sehe ich kleine Kinder, höre ich von Kindern, fühle ich mit Kindern mit, wie sie so ausgesetzt sind in ihrer vollkommenen Zartheit und Freiheit, die nur im Schutz von Erwachsenen erblühen kann in ein eigenes, selbstbestimmtes Leben, und ich bin fassungslos zu wissen, wie vielen es so früh schon verwehrt ist. Das hat mir in meinem gestrigen Beitrag an der Zeichnung des Mädchens gefallen, und ja! fürchtet die Zeit, sagt sie uns bzw mir, damit wir uns nicht daran gewöhnen, dass Kinder scharenweise im Meer ertrinken und millionenfach auf der Flucht sind, und es nicht genügend Hinweise und Zeichen gibt auf tief erschrockene Herzen.
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Die Collage ist von Sabhia, einem türkischen Mädchen (7)
Noch ist nicht aller
Morgende Mittag.
Alles kann noch geschehen,
oder noch nicht geschehen,
oder gar nicht geschehen.
Manches muss noch
geschehen, manches
soll nicht geschehen,
manches darf nicht
geschehen, ja, darf
nicht geschehen. Doch ist
es geschehen, dann ist es
wohl richtig, wohl richtig.
Aber noch besser:
Versteht, dass schon aller Morgende
Mittag ist, und in welcher Reichweite
sind Zeugin und Zeuger in Bezug
auf die ausgerichtete Frage: Auge?
Mein Auge?
Auge, Auge, mein Auge,
mein Paradiesapfel.
Komm zurück,
zurück zum Baum, wo
der gerissene Film nun in der
sanften Heimat die gerissenen
Autoren der Wunde bewegt,
und bewegt sie,
sich selbst zu vergeben.
In den wiedergeborenen Wäldern
weben die Feen den Stoff
für den Mythos von morgen.
Noch ist nicht aller Frühstücke Nacht.
Noch kann alles geschehen.
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Natürlich liebt man sie alle auch gleichermassen, denn sie sind ja aus einem selbst hervorgegangen: die Text-Töchter und Söhne. Aber es gibt doch immer wieder welche, die einem so richtig ans Herz gewachsen sind. Manche von ihnen haben ihren eigenen Weg gefunden und sind in der Öffentlichkeit erschienen. Andere hat man aus den Augen verloren und ist erfreut, wenn sie einem wieder begegnen. Durch sie kommt man auf
liebevolle Weise in Kontakt mit der eigenen Quelle.
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Ich bin zufrieden, denn es spricht in mir von Wegen,
die meinen Füssen guten Boden geben.
Vom erderwärmten Lager richtet sich das
stromgefügte Ich auf weitere Fühlung mit inneren
Verlorenheiten aus, mit Dunkelheiten, die zu
Manövern statt zu der Fruchtbarkeit der Wüsten
rufen. Rufen sie denn? Regt sich hier noch der
Hoffnungsschimmer, die Scheinbar-Maske, die
sich, als Bild fixiert, erkennen möchte? Und tut
sie’s denn? Was ist, wenn sich herausstellt, dass
ich gelandet bin in einem Garten? Wo mir die Tore
meines Iglus nicht mehr ächzend diesen Spalt
verwehren? Wenn ich mir selber sagen muss,
einfach und festlich gekleidet wie immer, dass ich
zufrieden bin mit mir und meiner Arbeit und mit
der inneren Ordnung, der ich mich verpflichte.
Was dann? Und was, wenn diese Frage, wer ich bin,
für immer wie eine Wüstenschlange in
dem Staub der Zeit verschwindet.

In der Wüste rollen wieder die Streitwagen.
Die Herren tragen Kostüm.
Krishna, der Wagenlenker, erklärt Hassib al-Adabi
die Unausweichlichkeit seines Schicksals.
Er muss tun, was er tun muss. Das ist
einfache Logik, verständlich für alle.
Wie ein verwundetes Tier wälzt sich der
Geschichtsfluss über die Ufer. Dort werden
neue Überlebende aus Körben und Booten gefischt.
Sie kommen aus fernen und fremden Welten
in unser Haus.

Da fiel ihr Blick auf Dinge, die wie
abgelegt erschienen, und kamen nun hervor
aus großen Fernen, deutlich gewinnend
an Gestalt – die Art und Weise atomarer
Wirklichkeiten mit sich nehmend, an denen
Welt und Wesen hängen.
Was hier im Sichtbaren geschieht, kann niemals
wieder weichen. Es kann betrachtet werden und
zu einem Grad verstanden, durchlaufen und
erfühlt kann es wohl werden, und auch sich selbst
befreien durch die erforschten Wege,
doch weichen kann es nicht.
Was aus der Quelle sich geformt und sich
der Existenz ergeben hat, ist immer da und
wird Geschichte von Geschichten. Aus
Schichten, Schichten, Schichten von Erleben
wird es zu Tälern und zu Bergen, von Tiefen
zu den Höhen, und von der Höhe zurück ins Tief.
Chor:
Wir senken nun die bloße Form ins Meer. Wir
lassen los, was einst gebunden war. Wir folgen
dem Gesetz, das ohne Länder und Namen in
uns ruht. Wir folgen einer Weisung, jenseits von
Gedachtem und jenseits von gelebtem Tod.
Wir geben den Synapsen Ruhe.
Wir schenken dem gebannten Herzen ein Erwachen.
Wer nicht am Grunde eigenen Wesens die
Vernichtung spürte, die zur Versenkung wurde,
findet den Weg nicht zu der Schnur zurück,
verliert sich in der Macht endlosen Machens, was
wiederum das All nicht rührt.
Es bleiben Wesen, die vorüberziehen………
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Bei den Entwordenen am Dunkelquell
leg ab den letzten Dein-Beweis
auf jenen unvorhandenen Stein,
der alle Opfer wendet.
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Beide poetischen Texte sind von Tamara Ralis.Den ersten, der hier am Ort des Bildes steht, habe ich aus einem Mailbeitrag von ihr herausphotographiert. Es gibt Zeilen dieser befreundeten Poetin, die mir so am Herzen liegen, dass ich sie auf einmal auswendig kann. Immer wieder verändern sich auch meine Bezüge dazu, sind mal persönlich, mal politisch. Man erkennt den zeitlosen Text an seiner immer wieder aktuellen Wirksamkeit.
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Und wenn das nun alles –
so voll mit Kindern und Betreuungshelfern,
und voll mit Grenzen und Kulturen und Farben
und Wasserfällen, mit Abenteuern in der Wüste und
mit Segelfahrten, mit Kabarett und hohen Geigerinnen,
und prall mit Märchen und Geschichten aus den Völkern,
mit Filmen und Berichten und Nachrichten und Vorrichtungen
und Sammelplätzen und Verkehrsschildern und Parkanlagen
und teuren Researchprogrammen, und vollgestopft
bis zum Rand und über ihn hinaus mit Wissen und
ermüdeten Wissenden, voll mit Musik und Tanz und
Shows und blinkender Belichtung, voll mit Selfies und
dem Zeitdruck, das Geselbstete auch ordnen und zuordnen
zu können, bedrängt von blinden und sehenden Resonanzkörpern,
nicht ahnen könnend, wer hinein-und hinaussteigt aus
gefährlichen Orten und mit Handschlag besiegelten Himmeln.
Oh, diese Überzahl von Geheimbotschaften, unser tägliches
Brot aus den neuen Weltformationen, in denen überlieferte
Anpassungen an Sklavenhaltungen und Ausbeutungen sichtbar
werden (können!), ja! wenn das nun also alles durch Denken
zur Blüte oder zum Erliegen kommt, dann ist es Zeit!, das eigene
Herzblut in den Strom zu lenken und zu bestimmen, wohin es strömt.
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Im ursprünglichen Text hieß der Schluss des Textes: ….“dann ist es Zeit,
den eigenen Finger in den Wind zu halten und zu bestimmen,
wohin er weht.“ Heute habe ich das geändert, damit die Assoziation
„das Fähnchen nach dem Wind drehen“ erst gar nicht aufkommt, sondern
eher die Wichtigkeit eigenen Denkens , vor allem im Kontext mit förderlicher
Ausrichtung auf das eigene und das Wohl der Anderen.
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Wie ungewiss alles ist!
Wie getragen mit zarten Händen!
Wie hinter der scheinbaren Härte
des Bildes sanft das Einfache lächelt.
So soll das mit uns sein., wenn sich uns hinter
dem geistigen Vorhang tieferes Geheimnis enthüllt
und Quantensprung. Es soll sein wie das Licht
auf der Lieblingsmauer: berückend, tief atmend,
nicht störend das lebendige,
funkelnde Gut.
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Je näher ich mir komme,
desto mehr enthüllt sich
der Mensch in mir. Der Mensch
und ich selbst als das Tor
eines Wiederfindens. Ein Zuhause
in der Wiege des Seins.
Ich wage die wortlosen Worte, die
in den Tiefen ruhen,
die Zurückgeschreckten von Wunde
und Heilung, die von sich selbst
Vergessenen, die herumgehen in
unverbundenem Allein, jetzt gerufen
und angezogen von Einklang und Nähe.
Wenn der Tanz sich entdeckt im Verborgenen,
sich entwirrt und sich ordnet aufs Neue
und Antwort gibt auf den Gruß meiner Augen –
lasst mich nie abwandern in die
Weltverkleinerung, denn nur aus meinem
sternklaren Standpunkt heraus kann ich
lieben und sein, wer ich bin.
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Alle Ebenen in mir habe ich selbst erschaffen. Ich b i n die Ebenen, bestehe aus ihnen. Jede Ebene enthält eigene Erfahrungen, Zustände, Schwingungsfelder, von hoch oben, dem hellsten Licht, bis hinunter in die schwärzeste Dichte der Vorstellungen, ob als episches Angebot oder als pointierte Satire: überall Wortmöglichkeit und Ausdruck. Aber auch einhalten, und aushalten, und haushalten, und innehalten. Alles meins. Überall Kräfte, für die ich verantwortlich bin. Mein Amt ist das professionelle Sich-selbst-sein unter allen Bedingungen. Unbedingt!
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Und hier noch zur Auflockerung der Fußballzuschauermuskeln
eine kleine Geschichte aus dem Anderswo:
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Heiliger Bimbam
Der Heilige Bimbam wohnte im Wald und ernährte sich
von den Früchten und Wurzeln und Blättern, die ihm
Mutter Natur großzügig zur Verfügung stellte. Er verstand
die Sprache der Seidenraupen und lernte in den Lichtungen
schaukeln wie sie. Er wusste nichts von den Menschen,
daher vermisste er sie auch nicht. Auch die Menschen
wussten nichts von seiner Existenz, ahnten aber doch etwas,
und dieses Etwas war ihr eigenes, heiliges Ahnen, das diente
dem Bimbam als Atem. Man sagt, er sei still wie ein Felsen,
doch manchmal soll er auch lachen.

Fußballfans werden sich sicher an diesen Tag erinnern, wo die deutsche Mannschaft – immer für psychologische Betrachtung interessant -wieder spielt, gegen wen auch immer, heute gegen Nordirland…sie sind einfach auch gut und dann kann man die Kunst, die darin liegt, den Ball in ein Ziel zu manövrieren, mit Interesse verfolgen. Natürlich ist es verwunderlich, wenn ein Sportsfremdling wie ich sich dann doch immer wieder zumindest bis zu Halbzeiten beim Beobachten des Ballvorgangs vorfindet. Ich fände es ja, nebenbei erwähnt, ganz gut, wenn der Frauenfußball in diese Hochleistungsmachinerie besser integriert werden könnte, denn auch da darf man guten Fußball erwarten. Allerdings habe ich mich heute früh beim Nachdenken über den Ball erwischt, eben „am Ball bleiben“ oder „to have a ball“, und ein Text von mir (von einst) fiel mir ein, der anfing mit „Sehen Sie, da stehen sie auf einem Ball im All….“ In der Tat leben wir auf einem runden Raumschiff, das sich durchs All bewegt, deswegen wahrscheinlich auch die Liebe für „Raumschiff Enterprise“, wo man mitreisen konnte und auf anderen Bällen landen, und dort mit allem Fremdartigen mit hoher Intelligenz und Macht umgehen, und auch noch in förderlichem Ausblick auf alle Beteiligten! Kann man davon nur träumen? Auf jeden Fall vereint das Fußballspiel viele, sehr viele Menschen. Manchmal komme ich aus dem Staunen kaum heraus, wenn ich die Anstrengungen betrachte, mit denen Menschen unterwegs sind, um sich an etwas Größerem beteiligt zu fühlen, von dem man ausgehen kann, dass das Gemeinsame nicht das Bedrohliche ist. Aber kann man? Kann man davon ausgehen? Trotzdem: Das Spiel hat seine Schönheiten, kein Zweifel! Auch wenn ich vielleicht nie ganz erfassen werde, wodurch ein „Abseits“entsteht, so kann ich doch erkennen, was ein gutes Teamspiel ist, und wie wahre Meister des Zuspiels hier ein Resultat ihrer harten Arbeit zeigen…Jogi Loews Präsenz ist auch ziemlich gut, denn obwohl er seine Fähigkeiten vor der Kamera selten ausspielt, wird er doch seinem Namen sehr gerecht: man traut ihm beides zu, den Yogi und den Löwen…
Ja, auch ich persönlich bleibe natürlich am Ball, heute ist auch noch
Sommersonnenwende bzw Tag-und Nachtgleiche, und Vollmond, höre ich,
ist auch noch…da sollte nichts im Wege stehen….auf den Wegen zum Tor,
meine ich, denn etwas habe ich für mich selbst zutiefst begriffen durch die
Spielzeiten, die ich beobachtet habe, und das ist, dass, egal wie gut ich
spiele, letztendlich das Tor zählt. Der Ball muss das Tor treffen.
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siehe da! gleich ein bildlicher Beitrag zum Ballgeschehen von Henrike Robert


Hört ihr Menschen!
Angezogen von unermesslichem Verlangen,
nicht nur e i n e n Wunsch, nein!, sondern
alle Wünsche vollen Herzens zu erfüllen, ist
Kamdhemu, die spendende Kuhgöttin, erschienen
voller Freude, mit goldenem Kelch auf den kräftigen
Schultern, bewegt von der Anforderung des
Erfüllungswesens, zu allen Ozeanen hin mit weitem
Hörvermögen ausgestattet, mit wunscherlauschendem
Gefüge und Ohrmuschelgehänge steht sie da, mit
einladenden Gesten und forschendem Sanftmutsblick
und bittet um Wünsche.
Da erscheint ihr das All als Tiefenstille, als funkelndes
Diamantengewand, als echoloses, glücksspendendes Herz,
als hochwohlgeborene Eleganz des Großen Gebens selbst.
Was sie da wusste, wissen auch wir das?,fragten
sich Menschen:
dass alle Wünsche bereits im Erfüllten ruhen.
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Diese sehr kurze und gehaltvolle Geschichte habe ich bei
Freunden in einem Büchlein („Geh mir aus der Sonne“,
erschienen im Reclam Verlag) gefunden und mir gemerkt,
da ich sie in vieler Hinsicht so treffend fand. Ich weiß nicht,
von wem sie ist und finde, sie glänzt auch durch Zeitlosigkeit…
Also:
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Der Mönch war allein im Tempel. Er warf sich zu Boden,
schlug sich auf die Brust und murmelte:“Ich bin ein Nichts,
ich bin ein Nichts, ich bin ein Nichts…“ Da betrat ein Novize den Tempel,
sah den Mönch, kniete neben ihm nieder und stimmte ein; „Ich bin ein
Nichts, ich bin ein Nichts, ich bin ein Nichts….“. Da kam das Faktotum,
um den Boden zu fegen. Und während es den Boden beim Fegen im
Takt bewegte, murmelte es mit den anderen: „Ich bin ein Nichts,
ich bin ein Nichts, ich bin ein Nichts….“
Der Mönch stieß den Novizen an und sagte: „Schau, wer sich einbildet,
ein Nichts zu sein.“
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![20160620_115115[1]](http://yoganauten.de/wp-content/uploads/2016/06/20160620_1151151-278x300.jpg)
Liebe – ein einfacher Zustand.
Einfach ein Zustand.
Ein Aufstand.
Blickte buchlos auf alles hinaus.
Das scheinbar Weltbewegende
löste sich hin, so hin.
Sie wusste es nicht, kaum hielt es
sich fest an dem Halt, an dem nicht
gebundenen, dem nicht zu
bindenden Du, sei es nun du
oder der Schmerz
oder Sterne.
Liebe – der Angriff des Herzens.
Da war nun alles jenseits des Sichtbaren
mächtig und schonungslos klar.
Wohl auch, weil nun alles, was schon
vorher da war, nun wirklich da war.
Vor allem die geheime Sprache war da.
Liebe – verlorene Sprache, mein Du.
Ich habe dich wieder
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„Du bist allein hier!?“
fragen mich die Mädchen im fernen Land,
wo ich manchmal wohne.
Ich antworte:“Aus meinem Land allein
gekommen, ja. Aber allein? Dort nicht
allein, hier nicht allein, im Taxi auch nicht allein.“
Im Zimmer angekommen, ist es eine
Freude, allein zu sein. Doch auch da nicht allein.
Überall herzliche Möglichkeiten.
Auch im All nicht allein. Allerorts funkelnde Sterne.
Ein einigermaßen gesunder Körper kann
gut auf sich achten. Leuchtender Kosmos,
weiteste Dehnung.
Du und ich in der großen Geborgenheit.
Lieben bewegt die genetische Botschaft
direkt in das Zentrum des Ei’s.
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Das „Ei“ dient vortrefflich im intergalaktischen Sprachgebrauch
als „I“ und „eye“ und „aye“ und „ai“ (Liebe) und ei ei etc
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Jetzt, wo alle ihre Waffen blindlings
zücken, lasse ich mein Schwert
ruhen im Schaft.
Mein Schwert hat Schweigepflicht.
Ich assistiere in diesem Ringen um mich.
Solchermaßen entwaffnet
ziehe ich mich zurück aus den Extremen
der Leidenschaft – und sitze gelassen
an Asche und Feuer,
bis ich mich rufe.
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Neulich war ich (mal wieder) dabei, mein Schreibgerät, ein sehr sensibles, komplexes Instrument (ein Rapidograph) zu säubern, als ich mir plötzlich vorkam wie ein Mensch, der eine Waffe säubert, die er/sie gut in Schuss halten will. Ein andermal hatte ich innerhalb von ein paar sehr stillen Momenten das Bild, mir würde (klaro, vom Äther persönlich) ein prächtiges Schwert gereicht mit der Warnung, es weise zu handhaben, am besten gar nicht. Weshalb ich auch die tiefen Geheimnisse von Martial Arts immer mochte. Die eigene Angst vor der Waffe kann erfasst werden, wenn man sich zumindest in einer Kunst wirklich gut auskennt.
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Müde von der Gesellschaft
kehrte ich dann zurück und
trug das Kleid von gestern
zum Nebelschrank, wo die Dinge
sich auflösen und werden, was sie
immer sind. Dann nahm ich zu mir
den hauchdünnen Faden zwischen
dem Dort und dem Hier und ließ
die Worte, die ich sehr liebte, eingleißen
in mächtige Blöcke, und nahm mich wahr
als ein Turm über Meeren.
„Gold“, sagte mein Mund als ich
entlangflog am rasenden Licht-Etwas,
und ließ mich dann – endlich – wieder
nieder auf meinem eigenen Maß.
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In poetischen Texten ist es ja oft so, dass die Worte aus einer intuitiven Bereitschaft des „Users“ heraus,
sich nicht gleich logisch erklären, sondern sie werden auf jeweiligen Schiffen in die Nähe des Ortes navigiert,
wo etwas an sich Unerklärbares einen staunenswerten Raum bekommt. Etwas wird empfangen, im eigenen
Labor reflektiert, dann weitergegeben. Natürlich ist das schön, wenn etwas davon dann auch bei Empfängern
ankommt, kann aber auch unabhängig davon freizügig gehandhabt werden.
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(Diese Serie meiner „Pinseleien“ ist von 2016)

Der Andere trägt weiße Federn.
Er zeigt auf lebendiges Wasser und tut,
was der Freund ihm empfiehlt.
Sie hält sich am Weg der Verwandlung auf.
Wir erinnern uns an einen ganz bestimmten
Apfel in einem fremden Haus in der Geschichte
der Gottheiten, als der Andere noch meinen
Namen trug. Ein Surfen im Luft-Raum!
Etwas manifestiert sich. Es sieht anders aus,
als wir dachten. Denkt der Andere, oder
denkt es sich selbst?
Komm zu mir, Sicht-Ich,
des Anderen unaussprechliche Anwesenheit.
Ohne dich gibt es nur Fremd-Sein.
Ohne dich ist kein Ort auf der Erde heilig.
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In der Tat, bzw „im Alltag“!, erstaunt es doch immer mal wieder,
wie anders der/das/das Andere wirklich ist. Wie rechtmäßig
andersartig! Wie schwer zu ergründen!, wenn ich nicht Auskunft
gebe über mich und den Raum erweitere für mögliche Begegnung.
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Heute hörte ich
im All einen Schrei.
Es war ein Kind.
Es war natürlich ich, das Kind,
das schrie, und ich das Ohr,
das hörte. Noch nie hörte ich
hier im All so einen Schrei. Oder
höre ich den Schrei nur heute,
oder ist das All nur noch ein
einziger Schrei, der von denen
gehört wird, die hören?
Da hörte ich weitere Stimmen.
Als sie näher kamen, hörte ich
diese Stimmen „Hallo“ sagen.
„Haaalllooo!“ sagten die Stimmen.
Es waren Kinderstimmen. Dann
sagte eine Erwachsenenstimme
etwas. Daraufhin sagten die
Stimmen im Chor „Hallo“ und
„Haaalllooo! Fremdlinge! Da konnte
ich nicht mehr zurückhalten. Ich
fühlte mich angesprochen. Ich rief:
„Hallo! Ihr da! Hallo! Da war ich froh.
Zwischen uns lagen zwar Grundstück
und Baum, aber in Wirklichkeit lagen
auch sie nicht zwischen uns.
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Meistens führen ja die Worte immer nur in die, wenn auch
höchstmögliche Nähe des Großen Unnahbaren, nämlich die
„reale Wirklichkeit“ an sich, die sich permanent verändert und durch nichts
und niemanden ganz erfasst werden kann.
Dieser Text entstand aus meinem „realen“ Erleben und
ist genau, was ich erfahren habe. Ungewiss ist bis heute, ob
die Stimmen wirklich „Hallo! Fremdlinge“ gesagt haben, oder
ob ich es nur gehört habe, weill ich selbst als Fremdling da saß
und froh war, dass jemand „Hallo“ zu mir sagte.
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Heute ist Sonntag, und ich habe noch nicht entschieden, ob ich am Sonntag auch Bloggerin sein werde. Bin ich überhaupt schon Bloggerin. Was ist das: eine Bloggerin…Einige meiner Texte sind seit dem 6.6. schon „draußen“, dh die Adresse hängt irgendwo im Äther und ist potentiell zugängig. Ich muss ja den Zugang erschaffen, fange auch schon sachte an im Freundeskreis und lasse mir Freiheit und Muße, meine eigenen Klänge zu finden, während meine Texte, die meist schon da sind, ja auch aus einer Verbindung mit mir hervorkommen, und insofern Ausdruck geben von mir. Die Rubrik „Über mich“ ist auch noch textfrei, das wundert mich etwas. Es gab die Kurzbiographie eines Freundes über mich, die ich jahrelang auf Programmen oder hinten in meinem Gedichtband benutzt habe, aber vielleicht fällt mir ja noch was Entsprechendes ein. Ich werde niemals mein reichhaltiges Leben in eine Biografie quetschen! (habe ich neulich in mein Notizbuch geschrieben) (Jeden Tag neu! Wie sollte ich das einholen!) Aber gut! Wird schon!
Seit Tagen hängt ein Gedicht von Paul Celan mit einer Reisszwecke
an meinem Bücherregal, und weil ich immer wieder mal davon
berührt werde, navigiere ich es nun hinaus in die Welt durch das Fenster….
Brandung
von Paul Celan
Du, Stunde, flügelst in den Dünen.
Die Zeit, aus feinem Sande, singt in meinen Armen:
ich lieg bei ihr, ein Messer in der Rechten.
So schäume, Welle! Fisch, trau dich hervor!
Wo Wasser ist, kann man noch einmal leben,
noch einmal mit dem Tod im Chor die Welt herübersingen,
noch einmal aus dem Hohlweg rufen: Seht,
wir sind geborgen
seht, das Land war unser, seht,
wie wir dem Stern den Weg vertraten!
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Das Nicht-mehr-da-sein ist deswegen so unvorstellbar,
weil es davon weder Erfahrung noch Vorstellung gibt.
Es ist das Ende der eigenen Vorstellung.
Nur e i n Zugang liegt als Angebot im Davor:
„Stirb, bevor du stirbst“, was vermutlich eher heißt:
lebe, bevor du stirbst, denn wer zu dem, was er scheint,
gestorben ist, kann nur im Schoß des Lebens landen.
Lebe und stirb also, bevor du gehst, damit der Vorgang
ein erfreulicher wird. Wer lebendig stirbt, verliert die
Anhaftung an die Dinge, und die Liebe wird spürbar im
freigewordenen Raum. Sie, die immer da war und da ist,
empfängt mich und wird empfangen. Der Name dieses Todes
also ist: Liebe. Ich gehe und werde ein Teil ihrer
zeitlosen Anwesenheit.
Aus den Griffen gelöst.
Gedehnt in das weitaus Möglichste.
Das Unvorstellbare bejaht aus tiefstem
Herzen, dem Vorgestellten Achtung erwiesen –
allein schon der Vielfalt wegen!
Tief eingeatmet das unermessliche Reich,
und mit aufquellender Dankbarkeit
Zugang erhalten
zu Eigenem.
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„Stirb, bevor du stirbst“ – Mir hat dieser Satz immer gefallen.
Er kommt aus dem Orient und ist als Erwachen gemeint von
den eigenen Täuschungsmanövern, mit denen man sich selbst
und Anderen begegnet

Das Buch, das ich bestellt habe, ist angekommen. Ich habe es
aufgrund einer Anekdote bestellt, die ich in einem anderen Buch
(„Die Geister Indiens“) gelesen habe und begeistert davon war.
Auch erstaunt, dass ich von diesem Buch noch nie gehört hatte,
und der wunderbare Titel „Die unsichtbaren Städte“ mir so lange
entgangen ist. Als ich dann im März dieses Jahres einem italienischen
Wanderer gegenüber saß und das Buch erwähnte, war ich noch
erstaunter zu hören, dass „Die unsichtbaren Städte“ und wahrscheinlich
weitere Bücher des Autors Italo Calvino in den Schulen Italiens
Pflichtlektüre sind. Nun ist das Buch bei mir zu Hause und ich habe
gestern beim Durchblättern die Stelle wieder gefunden, weswegen
ich das Buch bestellt habe. Es war die allerletzte der Geschichten bzw
der Unterhaltungen zwischen Kublai Khan und Marco Polo.
Auf eine Frage des Großkhans antwortet Polo:
„Die Hölle der Lebenden ist nicht etwas, das erst noch kommen wird.
Wenn es eine gäbe, ist es die, die schon da ist, die Hölle, in der wir
jeden Tag leben, die wir durch unser Zusammensein bilden.
Es gibt zwei Arten, nicht unter ihr zu leiden. Die erste fällt vielen leicht:
die Hölle zu akzeptieren und so sehr Teil von ihr zu werden, dass man sie
nicht mehr sieht. Die zweite ist riskant und verlangt ständige Aufmerksamkeit
und Lernbereitschaft: zu suchen und erkennen zu lernen, wer und was
inmitten der Hölle nicht Hölle ist, und ihm Dauer und Raum zu geben.“
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Was für eine wunderbare Anregung doch so ein Blick sein kann!!!
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Kaiser Li Pi saß in seinem Garten und dachte mal wieder
über das Diesseits und das Jenseits gründlich nach. Es wehte
ein milder, angenehmer Frühsommerwind, und nichts störte
die Ruhe des Tages. Da dachte Li Pi auf einmaL: „Tag!
Was ist das!? Tag! Wie Perlen an einer Kette rinnen die Tage
einer nach dem anderen dahin, als gäbe es sie gar nicht, und wie
Geister müssen sie eilen in ein Unbestimmte, das sie zu sich zieht…
Verweilte Kaiser Li Pi aber ganz in dem Tag, verschwand darin
und ward nicht mehr gesehen, da erschien ihm die Welt so
ergreifend, dass er zurückkehrte und bei ihr blieb.
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Manchmal melden sich Geschichten bei mir, immer kurz und bündig, und bestätigen
auf unterhaltende Weise das Geschichtslose, um das eher gerungen werden muss.
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Zur Sache.
All dieses Unglück! Dieses
in schrecklicher Ferne dunkel Erlebte:
ein Strom, eine Flut des herumirrenden Unvermögens,
das eigene Haus vor dem Einbruch des Erkennens zu schützen;
das Aufweichen und Erhärten von Menschengesetzen!
Scheinbar unendlich die Flut der Massenauftritte,
Teilnehmer und Teilnehmerinnen an einem
schwer durchschaubaren Spiel.
Da staunt der Geist, wenn er hineinsinkt
in des Finsteren Heimatgrube, in des Inzüchtigen
ewige Kornkammer, hinein in des Anderen
farbiges Herzblut, wo die Frage sich stellt, wer sich
im Zusammentun als existenzberechtigt erweisen soll
nach dem Sturm, nach der Flut, nach dem Sturz
in das Unversicherte.
Sagt’s mir, wem es gelingen kann,
das fühlende Auge zum größeren Schmerz
des Nächsten zu wenden,
so als könnte auch mir eines schönen Morgens
ein Sandsturm die eilige Sichtrichtung rauben,
und ich, (wie so viele in den geschädigten Plätzen der Welt,
dieser schwer zu entziffernden Dramaturgie),
säße auf einmal da
ohne Trost
und Gut
bei den Trümmern.
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Die Worte helfen nicht viel, nur mir, wenn ich mir klar werden
muss und will, was in mir vorgeht.
Den folgenden Text, in gewissem untergründigem Kontext stehend
zu dem obigen Text, habe ich vor einigen Jahren geschrieben, wo mir das
Thema der Fremdheit mal wieder, hier mit einem gewissen grimmigen
Humor, am Herzen lag……Humor!? Oder lauert tatsächlich hinter jedem
Witz der Tod!? Dann ist er kein Witz: mein Text, meine ich.
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Fremdes.
Fremdes. Da war das, was befremdete: das Befremdliche.
Warum war es da! Es war Fremdliches!
Nix gut. No no. Es trug keinen Zopf und hatte andere
Steppdecken. Es sollte hingehen, wo es herkam.
Irgendwo musste es ja herkommen, dann konnte es auch wieder
irgendwo hingehen. Warum sollten gerade wir es treffen,
wo es uns fremd war. Mit uns soll es jedenfalls nix zu tun haben.
Wir haben selbst nix. Selbst im Nix nix Fremdes haben wir,
dann soll auch das Fremde nix davon haben,
wo wir auch nix davon haben. Weg soll das Nix.
Wir jedenfalls wollen kein fremdes Nix.
Wir haben selbst genug davon. Ja. Genug. Jetzt aber.
Das Fremde soll weg. Soll’s in die Fremde,
wo Fremdes hingehört. Wer soll denn bei uns uns hören?
Unerhört! Fremdes soll nicht stören. Unter uns
stört es als Wir schon genug. Von uns ist von mir aus
alles gut. Wir sind ja auch so. So weg.
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Wie gut, dass die Notwendigkeit des Umgangs mit dem Fremden
in die Mitte der Gesellschaft gerückt ist.

Wer sagt es?
Wer tut es?
Wer hat es?
Wer liebt es?
Wer versteht es?
Wer hat es gesehen?
Wer wahrgenommen?
Wer durchdrungen?
Wer zugelassen?
Wer hat es gehört?
Gefühlt?
Wer kommt näher?
Spürt die vibrierenden Felder des Atems?
Wer legt auf das Staubkorn die Fülle des zärtlichen Auges?
Wer steht am Tor innen geborener Architektur
mit Rosen und Minze aus den Heimatgärten?
Wer stellt dort in einem anderen Herzen die Fragen?
Wer gibt Antwort
auf das ich und das Du?
Wer singt, wer spielt Geige,
wer sitzt am Klavier?
Wer bringt das Unsichtbare
in die sichtbare Welt?
Wer betrachtet die Vorübergehenden mit einem
sanften Blick? Wer beugt sich der tiefergreifenden
Nacktheit des offenbarten Menschenwerkes,
ihrer maßlosen Leere, ihrem gefüllten Teich.
Wer wandert wie ich durch die Zeit
und ruft des Geistes Vermächtnis.
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Ich finde es einleuchtend, mich mit einigen meiner Texte vorzustellen.:
„Zur Sprache kommen – zur Welt kommen“?
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In den Totenhallen des Museums
erscheint ein Dervisch. Aus seinen Gewändern windet sich
in seelenwilder Ordnung unermesslicher Reichtum an Formeln
und das präzise Wesen von innerstem und äußerstem Wissen.
Unruhiges Flattern in den Holzaugen der Beflügelten, dokumentierter
Aufschrei gegen das Totgeglaubte. So, als gäbe es Wiederkehr,
wo es in Wirklichkeit nur „Hayula“ gibt, universelle
und unbehelligte Substanz.
Alien in action! „The radioactivity of nuclides“(!)
Das wandert mit sich allein, genau an der Grenze des Vorführbaren,
wo Resonanz nicht mehr garantiert ist.
Daher diese vortreffliche Sicherheit am Ort,
wo es nun gar keine gibt,
auch kein Echo.
Ich, selbst aus der Dervisch-Gilde, zögere mit Recht im Bedenken,
ob es hier noch gemeinsames Essen gibt.
Glücklich kann sich schätzen, wer in der Leere
eine Antwort findet, und in den Augen
des Gepeinigten
keinen Zweifel.
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Dieser Text heisst „Mystik“ und
ist Sina Seifee gewidmet
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(Ich schätze mich wirklich glücklich, im Rahmen der „New Talents“
Kulturveranstaltung in Köln zwei Performances von Sina Seifee
gesehen zu haben, einmal im Literaturhaus und ein anderes Mal im Snütgen Museum –
und meinen Blog mit einer Empfehlung seiner Kunst zu beginnen. Kein Zweifel!, er gehört
zum Kreis der Liebenden, von dem Rumi gesprochen hat, und man kann sich auf seiner Website
über ihn informieren!!!)
Ansonsten: Ja, ich habe (m)einen Blog eröffnet. Das ist schön.
Mal sehen.