ratsam

Als dieses Bild entstanden ist, musste ich mich wieder einmal bemühen zu verstehen, was es bedeuten könnte. Das ist ja nicht bei jedem Bild so, auch wenn keines davon auf einer vorgefassten Idee beruht. Für mich gehören Ideen und ihre Umsetzung ins Denken, das zu bestmöglichem Handeln geführt werden kann. Bei einem Bild will ich, dass es mir etwas verrät, was ich (noch) nicht weiß. Zum Beispiel, wie Farben miteinander in Verbindung treten, oder wie etwas im Inneren einem Auftauchen von möglicher Form widerstrebt, und warum. Wenn Form sich aber durchsetzt, will ich zuweilen wissen, was es mir sagt. Unten im Bild liegt ein Mensch und wirkt schlafend. Aber ein Auge ist etwas geöffnet und darin kann man eine gewisse Angst erkennen. Berechtigt, denn von oben lässt sich das Bedrohliche herab und greift nach dem Ruhenden. Schon Fuß und Klaue entgehen dem menschlichen Blick und erlauben einem den Eintritt ins Dämonische. An diesem Punkt spricht es zu mir nicht nur als meine eigene künstliche Intelligenz, sondern mir wird noch einmal auf dieser Ebene des unbewussten Signals klar, dass die Bedrohung insofern relevant ist, dass das apolkalyptische Theater, dem diese Supernerdhelden aus dem Darknetbilderbuch sich verschrieben haben, sich aus dem Bann der Verschwörungstheorien herausgelöst hat. Denn ja, so wird berichtet, sie bauen sich Bunker, diese Narren, damit sie das, was sie geschaffen haben, überleben können. Denn danach, also, wenn so viele wie möglich vernichtet sind, soll ihr eigenes Reich kommen, das nun als Buchtitel vorhandene Werk ‚The Nerd Reich‘. Ob das nun tatsächlich eintritt, nein, wissen wir nicht. Aber wir können schon spüren, dass es einen Abwärtssog gibt, eine entfesselte Gier nach dem Hineinstürzen ins Schwarze Loch, und auszulöschen das Leid der menschlichen Demütigung. Doch auch wenn man dem eine Spur Verständnis entgegenbringen kann (denn ein als nicht gelungen empfundenes Leben macht ja keine Freude), so muss man sich der Vernunft und der Lösungsbereitschaft des Geistigen doch verbundener fühlen, damit man nicht mitgerissen wird in den Schlund des Wurmlochs. Aber nicht nur deshalb. Denn in jeder Situation, sei sie auch noch so furchterregend, können nur unsere eigenen Werte behilflich sein und uns genau d a stabilisieren, wo ein Teil des menschlichen Bewusstseins sich freiwillig in den Wahnsinn begibt. Das ist unbedingt zu vermeiden. Deswegen ist es ratsam, erschreckt aufzuwachen vom Traum des Menschseins, denn ein Wind bringt die Nachricht in alle Wüsten und Felder: dass es damit, also mit dem Mensch sein, auch zuende sein kann…aber nicht muss.


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