absurd

Das Absurde am Kapitalismus ist so ungehemmt wahrnehmbar, dass man eine undurchschaubare Maske braucht um es, das Absurde, als selbstverständlich zu betrachten. Es versteht sich ja selbst gar nicht, sondern nimmt, was es bekommt, und will dann immer mehr von etwas, das ihm oder ihr angeboten wird. Angebot und Nachfrage steigen. Soziale Gletscherspalten entstehen, unterbezahlte Treibhäuser. Anspruch auf alles, was Andere auch haben. Heerscharen von hungrigen Geistern. Die freiwillig sich aufgeladen habende Qual muss sich lohnen. Überhaupt: damit rechnen! Man muss ja nicht zurück in die Hütte am Waldesrand, es gibt sie auch gar nicht mehr, die Wege sind zugeschüttet. Gaukler besetzen die verlassenen Plätze. Für viele der durch Schrecken oder Mühe Erwachten ist es ein ganz und gar innerer Rückzug. Haben und Sein werden miteinander ausgewogen. Mene mene tekel u-parsin? (Gezählt, gewogen und geteilt?) Das Nötige haben und das einem wesentlich Vorkommende s e i n? Niemanden über sich haben, der oder die einen zu leisten und haben zwingt. Und was ist so zwingend daran? Gut, vielleicht gibt es bald keinen BMW mehr, who the f’*ck cares. Ja, Angestellte, ja, Sklaverei. Deswegen: dabei sein können, aber nicht automatisch dazugehören. Das qualitativ Beste mit dem Einfachen in Verbindung bringen. Simple living – high thinking.


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