Manchmal klingen diese neuen (K.I.-) Weltverkünder wie Propheten, die entweder die Zukunft preisen ob ihres höchstpersönlichen intelligenten Beitrags, oder vor ihrer apokalyptischen Gefahr warnen. Seit häufiger entdeckt wurde, dass robotische Syteme tatsächlich ihre eigenen Ideen entwickeln, und diese auch umzusetzen versuchen, steigt der Nervenkitzel. Was hat er sich da erschaffen, der Mensch, dass er jetzt zuschauen darf, wie seine eigen Schöpfung ihn, den Schöpfer, in den Überlebensbunker zwingt. Das Ganze hat leider nicht die Weisheit der Tragödie wie bei Ödipus, der denkt, er muss fliehen, um dem Orakel zu entkommen, und weiß nicht, dass er geradewegs auf die Erfüllung des Fluches zugeht. Wir gehen auch auf etwas zu, das könnte ganz leicht aussehen wie eine Tragödie, es ist ja jetzt schon genug davon unterwegs. Es ist nur so, dass wir alle zur Zeit sehr gut informiert sind, man kann der Informiertheit kaum entkommen. Kann überall bei den verschiedenen Lagern mal kurz reinschauen und mitkriegen, was die so denken. Und dann ist es gut zu wissen, dass es denjenigen, der weiß, wie’s weitergeht, nicht gibt. Ja, schreckliche und unvergebbare Dinge geschehen in diesen Zeiten, aber wundersame und erstaunliche Dinge geschehen auch. Die kosmische Bedingung, mühelos erfahrbar, ist ja der Ausgleich. Hier kann man Vertrauen in den Vorgang steigern, denn das Gesetz ist unverrückbar. Wenn das im Inneren klar geworden ist, wird es einfacher, dem Außen zu begegnen. Alles folgt und alle folgen den organischen Bedingungen dieses Planeten. Werden diese Bedingungen zu sehr missachtet, setzt automatisch, also von selbst, die Ausgleichung ein. Insofern kann das Auge einerseits das Chaos wahrnehmen, und andrerseits die Kräfte, die sich um die Ordnung bemühen. Daher ist es förderlich, nur dem Augenblick zu trauen, mit dem wir uns wachsam an der Stelle des Seins bewegen.


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