Wir waren ein paar Tage am Meer, innerhalb einer Fremdsprache. Manche Informationen waren nicht zugängig, aber das Wesentliche kam durch und war gut aufgehoben im zeitlosen Wellenrauschen. Dann war er schon auch spürbar ein gewisser kollektiver Bann, ausgelöst durch ein gespanntes Warten auf das Resultat des schwer Einschätzbaren. Dort vorne, am 3. November, kann etwas erwartet werden, was in jeder Hinsicht und egal, wo oder wie das Zünglein ausschlägt, einen sogenannten ‚vibe shift‘ auslösen wird. Vielleicht ist es ja so, dass sich gerade was ordnet, obwohl es zuerst die Form des Chaos annimmt. Etwas muss rütteln, muss nach einer Stimme suchen, sie anwenden. Und hat die Jugnd denn kein Recht auf ihre Lebensgestaltung, und müsen nicht gerade s i e jetzt ihre Stimmen erheben, da sie sich ihre Spielwiese anders vorstellen. Weg mit den Alte Herren Golfclubs, in denen das Unsagbare seine niederste Stufe erreicht. Nein, nicht immer, aber immer zu oft. Diese männliche Selbstgefälligkeitssucht wird sich am 3. November in den sogenannten ‚Midterms‘ nicht wirklich verändern, aber schon die kleinste Kerbe könnte letztendlich als Lücke dienen für ein Licht, das hier vielleicht Vernunft genannt werden kann. Vielleicht doch ein Kampf gegen die Irrlichter des Wahnsinns, der sich als das neu zu verstehende Normal verkaufen möchte. Und jeder einzelne Mensch der Menschheit sich nun fragen kann, ob der Preis für dieses niederträchtige Machtspektakel nicht doch zu hoch ist. Und selbst wenn das Resultat dieser Zwischenwahl durchgegrübelt und durchanalysiert ist, geht der Kampf unvermindert weiter. Oder er fängt da erst an.