Die eine Seite vom ‚Genug‘ ist, dass man zum Beispiel um sich schaut und mit einiger Verwunderung feststellt, dass man so ziemlich alles hat, was man braucht. In wirklicher Wirklichkit hat man ja schon ziemlich lange mehr als man braucht, das Zeug sammelt sich an. Da wird auch gern gespendet, wenn jemand es wirklich braucht, denn wie es sonst wieder loswerden, falls man das wollte. Oder sich einmal vorstellen, wie das wäre, wenn alles, was man grad hat, von Schlammfluten überzogen werden würde, darunter auch Menschen, die man kannte oder gar liebte. Aber so ein ungeheurer Veralust kann einem in schrecklichem Ausmaß zeigen, was man hatte, mit all seinen Freuden und Erbärmlichketen. Und dass es förderlich ist für ein gutes Leben, wenn man es durch sich selbst kennt und wählt: das Genug. Und natürlich ist die andere Seite vom Genug nur sein Schatten (oder ist es sein Licht?), nämlich dann, wenn etwas seine erkennbare Grenze erreicht hat, also wenn es reicht im Sinne, dass man ins Handelnmüssen hineinbugsiert wird, weil etwas Bestimmtes nicht mehr tragbar ist. Man sieht ja an der Donald Trump Groteske, dass um ihn herum noch alle mittragen, und die sind schon so weit über alles Vorstellnare hinaus, dass man es nicht mehr mit erkennbarer Realität verwechseln darf. Da brüht und brodelt was auf ganz unheimliche Weise, und auf einmal sieht man, dass selbst der herabstürzende Gletscher im Himalaya etwas damit zu tun hat. Mit dem Nicht-erkennen vom Genug, durch das jetzt die Dämme brechen. Es ist das Genug, dem es reicht. Oder ist es der schlafende Riese, der sich brummend nach links und nach rechts dreht. Oder schlägt gar die Natur zurück mit ihren Waffen? Mutter Natur? Nun, ja, diesmal halt mit Schwert und Totenschädeln um den Hals. Und Glöckchen am tanzenden Fuß.