erschüttern

Und es tauchen Fragen auf, die man sich, bei aller verfügbaren Nüchternheit, vorher gar nicht hatte vorstellen können oder wollen, wie zum Beispiel die Frage, ob die Menschheit das momentan von ihr selbst Erschaffene überleben wird. Oder: ob wohl ein riesiger Kreislauf beendet ist, und jetzt ist Winter der Zeialter, wenn die große Show weggefegt wird und das epische Drama sein Finale anbietet. Und wer und wo wird jetzt, und wie, gekämpft gegen die dämonischen Kräfte!? Denn dämonisch sind sie doch, nein? oder nur dumm, so dumm und ungeschickt in aller Öffentlichkeit! Und freut sich überhaupt noch ein weibliches Wesen darüber, dass eine Frau auf dem Gruppenbild steht? Nein, die Dinge gehen auf allen Ebenen weiter, bis selbst die letzten Prophezeiungen im dichten Nebel verschallen. Denn hier geht etwas auf etwas zu, es kommt also auf uns zu, und hat dieses innerlich Vernommene eine Bedeutung? Klar ist, dass das Spiel läuft, und es bleibt einem nichts anderes übrig, als den eigenen Einsatz zu geben, und das ist meine einzige Freiheit. Wenn ich entscheiden kann. Wenn Sein und Persona eine Einheit bilden, also weniger Konflikt, weniger Diskrepanz. Gleichzeitig steigt die Dramatik der tragischen Komödie. Vielleicht wird in fernen Gärten gewürfelt, damit das Spiel einen neuen Anfang erschaffen kann. Wenn für die Überlebenden dann immer wieder ein neuer Frühling anbricht. Nach all den Erschütterungen.


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