zusteuern

Und auch d a s ist zu beachten: wir leben nicht mal mehr in derselben Welt wie gestern, oder vorhin, oder gleich, wenn schon wieder alles sich bewegt und dann wie Staub sich niedergelegt hat, nur, um wieder verweht zu werden wie all das, was im Namenlosen verbleibt. Dann setzt sich was durch, und wer um Himmels Willen weiß denn, wie das alles kam, wie es zusammenkam. Zum Beispeiel wie eine Großzahl der Menschen es plötzlich völlig normal bis erstrebenswert finden, ihre Haut auf schmerzhafte Weise bebildern zu lassen und gar nicht mehr aufhören zu können damit, weil dadurch der Schmerz nachlässt, wenn auch nur bis zum nächsten Tattoo. Oder bis zur nächsten Roboterbegleitform, immer waschechter und dialogfähiger als wir dunkel Ahnenden, die vermuten, es könnte auch alles eine große Blase sein (!). Und erst wenn d i e platzt, kann eine Furcht sich einschleichen, die vielleicht in der Erkenntnis mündet, dass dieser finstere Schatten, der unruhig über die Welt zieht, eine logische Konsequenz in sich birgt . Eben, dass wir doch wissen, was wir tun, wir sind bestens informiert. Doch es steht uns (noch) der Moment zur Verfügung. Wir können (noch) sagen, was wir denken. Man könnte es auch die Freiheit der unbegrenzten Sprechorgie nennen. Die im Großraum des Weltgeistes geborenen Worte allerdings ziehen sich zurück und steuern den Flug auf die Quelle an. Nein, keine Antworten mehr. Höchstens noch ein paar Fragen.


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