Wie leicht vergessen wir ganz und gar, dass wir uns permanent und ohne Ausnahme in einem lebendigen Wunder bewegen, also in einem außergewöhnlichen Ereignis, das sich nicht rational erklären lässt. In allen Biblotheken der Welt stehen Bücher, die Aussage darüber machen oder zu machen bestrebt sind, die eigenen Wahrnehmungen dieses ‚Wunders‘ zu dokumentieren. Und ließe es sich tatsächlich enträtseln, käme die Story ja zwangsläufig zu einem Abschluss, bzw. zu einem Ende. Nun hat in der Tat diese Spezie Mensch eine Menge Welten erschaffen, die alle gerne in der Gewohnheit ruhen, sich als unauslöschbar zu betrachten. Gäbe es nun tatsächlich eine Art Auslöschung dieser konstruierten Darstellungsformen, dann würde ja immerhin dieser kleine blaue Ball, auf dem das alles stattfindet, überleben können, wenn auch stark angekränkelt durch permanenten Missbrauch seiner Ressourcen. Darüber, fällt mir ein, gibt es einen berühmten Witz, in dem sich zwei Planeten unterhalten und der eine sieht schlecht aus und sagt ‚ich habe Menschen‘. ‚Mach dir keine Sorgen, sagt der andere, das geht wieder vorbei.‘ Nun lauert auch hinter diesem Witz eine Dosis Todernst, denn die menschliche Spezie zeigt eine Neigung zur Selbstauslöschung. Der Zauber und der Reichtum des preislosen Angebotes ist durch die unbändige Gier der haltlosen Handhabung erloschen. Kein fliegender Teppich mehr, kein harmloser Rübezahl im schönen dunklen Wald. Krankheit an Körper und Geist als Bündnis und als anerkannte Gemeinsamkeiten. Verdumpfung der direkten Verbindung zu sich selbst. Welches Selbst? Vielleicht gibt es deswegen Finsternisse im Script, denn sie dienen dem Wachrütteln. Die uralten Fragen kommen aus ihren Verstecken hervor und zeigen sich unvermindert begabt in ihren Künsten. Unsere Antworten, was sie auch sein mögen, haben die Kraft, uns den ganzen Zauber des Lebendigen noch einmal gründlich vor Augen zu führen. Und was mir, ganz persönlich, Menschsein auf diesem Planet bedeutet.