Auf der einen Seite der Buckelwal, dessen Schicksal gerade durch die deutschen Emotionskanäle geschleust wird, wohl mit einigem Erfolg, denn er soll sich wieder befreit haben. Vielleicht ja auch von diesen Kanälen, die sich mit Meinungen über sein Wohlbefinden zu bombardiere scheinen, nun ja, jedenfalls fließt da was. Andrerseits ist an der Straße von Hormuz das ‚panta rhei‘ in eine Stockung geraten. Oder es fließt auf eher geheimen Gängen weiter, nichts stockt wohl jemals wirklich. Ich persönlich hatte mir gestern einen smartphonfreien Tag auferlegt, und siehe da, durfte ich heute früh feststellen, ich hatte nichts an Wesentlichem verpasst. Die Frage, aus was das ‚Wesentliche‘ eigentlich besteht und was für eine Bedeutung es hat für das Selbstverständnis, beziehungsweise die Selbsterkenntnis, diese Frage ist so frisch wie am ersten Tag, also welchen Tag genau meine ich jetzt. Dazu kommen noch die Magnolienblüten -und die blühenden Kirschbäume, für die sich jährlich vor allem Japaner:innen gern in Bonn mit dem Rücken auf die Straße legen, um dem Blütengenuss besser frönen zu können. Alles nur solange es möglich ist, denn dann ziehen alle weiter. Wohin zieht es einen selbst wohl, und zieht überhaupt irgendwas. So viele Männer und Frauen und Kinder sind gerade entweder gefangen oder werden gar nicht erfasst in ihrer furchtbaren Not. Das Beisichsein und die Stille sind auch als lebensspendende Kräfte bekannt. Wir können nur tun, was uns möglich ist.