gurgeln

Niemand hätte vor Kurzem denken können, dass wir bald in einzelnem Gemeinsam auf den Würgegriff an der Gurgel von Hormuz starren, ob sich dort was lockert und dadurch Wirkung zeigt auf die Zapfsäulen und die Lebensmittlpreise. Und all die Ware, die da in den Containern lagert und nicht ankommt, wo sie erwartet wird. Und überhaupt das große Ächzen der Räder, die die Weltgeschichte in eine andere Ordnung hieven. Doch d i e ist noch nicht da. Was aber da ist, ist ein Stöhnen und Staunen über die fragwürdigen und frechen Bedingungen, die die Akteure dieses Umbruchs einem großen Teil der Weltbevökerung zumuten. Aber wer weiß, vielleicht braucht es den Einsatz dämonischer Kräfte, um kraftvolle Gegenbewegungen hervorzurufen. Denn wir alle spielen ja gerne ‚Wach sein‘, doch wann genau stumpt Wachsein unbemerkt ab? Auf jeden Fall tönt der Gong hinein in die Finsternis, von der gemunkelt wurde und weiterhin wird, dass sie einen Lichtpunkt in sich trage, auf den Verlass ist. Wenn der (verhältnismäßig) freie Beitrag zum Weltendrama massiv eingeschränkt wird durch plötzliche Erkenntnis der totalen Abhängigkeit von den Bedingungen des Gegenspielers, dann ist es ratsam, die eigene Positionierung zu überdenken. Es gilt, die Wdersprüchlichkeiten in sich selbst anzunehmen und ihnen unter gewissen Bedingungen Souveränität zuzugestehen. Das Problem mit der Abhängigkeit ist, dass Souveränität nahezu unmöglich ist, wenn einem das Wasser bis zur Gurgel steht.

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