Papst Leo gibt sich alle Mühe, dem mühselign Weg gerecht zu werden. Gerne, sagte er einmal, hätte er gehabt, dass der Kelch an ihm vorübergegangen wäre. Aber nun, da er ihn austrinken muss, will er sein Bestes geben und das Kreuz selber tragen. Und, wenn es sein muss, die amerikanische Regierung anklagen wegen des Blutes an ihren Händen. Doch die amerikanische Regierung hat sich einen eigenen Gott zurechtgezimmert, dessen Fürsprecher ein Halunke ist. Zu dieser bitteren Tatsache wacht nun die Welt auf. Eben, dass diese Gesellen jetzt die Peitschenführung in der Arena haben, und selbst in den eigenen Reihen fallen Frauenköpfe (zuerst) aus den unseligen Ämtern. Aber der Maffialord spinnt weiter seine aus dem Bauch heraus sprudelnden Geschichten, hemmungslos darauf vertrauend, dass die Show in seinen Gunsten weiterläuft. Aber wie sagt man doch im Volksmund, dass jemand die Rechnung nicht ohne den Wirt gemacht hat, also sich verrechnen und möglicherweise dramatisch scheitern kann, schon während er eine seiner Lügengeschichten erzählt. Papst Leo hat auch Füße gewaschen, ja, sogar die Füße geküsst! Als Nichtchristin kann einen das verblüffen, aber vielleicht sind diese dramatischen Demutsgesten ein wichtiges Zeichen für die Gläubigen. Wir sollen ja, klug beraten von Calvino, in der Hölle d a s suchen und finden, was nicht Hölle ist, und dem Gefundenen dann Raum und Dauer geben. So sind wir wieder bei der Freiheit angelangt, die uns ermöglicht, eine zutiefst persönliche Entscheidung zu treffen.