Die Todesstrafe und das Hängen und Quälen der Körper ist ja beileibe nicht ausgestorben, nein, es wütet sich weiterhin durch Gesellschaften hindurch und muss den inneren Frustknoten nach außen abstoßen, am besten einen Feind basteln, auf den man abladen kann. Und solange die Menge aus feigen Gaffern besteht, erfährt man nur selten die Erleichterung des angemessenen Handelns, ach seht nur, seht nur, da läuft einem das Blut unterm Hut, beziehungsweise unter der Dornenkrone, hervor. Dann soll er ja auch (außer Gottes Sohn) einer gewesen sein, der große, freundliche Ausstrahlung hatte, freiwillig sind sie ihm nachgegangen. Dem Herrn Jesus, der so langsam aber sicher auffiel mit diesem Charisma, das bringt ja die meist männlichen Neider in Wallung. Die Followers empfanden diese (männliche) Neuheit vermutlich zutiefst attraktiv, dann aber musste das Gemeinsame doch scheitern, weil er sich von Gott und der Welt verlassen fühlte, falls…falls…falls die Legende nicht doch ein Tröpfchen Wahrheit enthält, eben dass man ihn, Jesus Christus, noch, und eben doch, vermutlich durch hohes Bestechungsgeld, herunterholte vom Kreuz und letztendlich nach Kashmir brachte, wo ein Totenhemd mit dem Abdruck seines Gesichtes liegt. Und da auch Krishna der Gott der Liebe ist und jeder einen Gott der Liebe gern hat, fand er dort eine neue Heimat und eine neue Aufgabe. Das war die Freitagsanekdote aus der Geschichtenpinselei.