Das Bild habe ich gestern unter meinen Screenshots gefunden, und obwohl man annimmt oder denkt, der Buddha sei über Tränen hinausgegangen, sind hier zwei Menschen einen Moment lang zu Tränen des Buddhas geworden. In wirklicher Wirklichkeit sind sie ganz offensichtlich ausgewählt worden aus einer Gruppe hochbegabter Statuensäuberer (vermutlich ohne :innen), denen es ermöglicht wurde, in derartige Nähe zum als erleuchtet Gesehenen zu kommen, wer weiß, wer weiß. Denn um alles lässt sich herumfabulieren, auch um einen Krieg. Vielleicht passt deswegen die Vorstellung eines weinenden Buddhas mitten ins Zeitgeschehen. Denn wir, die wir uns auf so vielen Ebenen um Aufklärendes bemüht haben, senken auch unseren Blick zuweilen ins Tränenreich, jede tiefe Veränderung birgt ihre Verluste. Doch nun wieder hinab ins menschliche Jammertal !?, oder sind wir schon drin? Und wie unbedingt wesentlich ist es, zu wissen, was einem am Herzen liegt und was es braucht, um diesem Herzen Raum zu ermöglichen, und damit auch anderen. Und so schaut der Buddha tatsächlich mit gleichmütiger Gelassenheit durch das Oberflächencleansing hindurch. Denn was soll er machen? Auch er kann nur sein, wer er ist.