Wir hatten mal einen Gast, der mich beim Aussteigen seines Autos als erstes fragte, was denn zur Zeit mein Thema sei. Ich flüchtete mich wegen Überforderung in ein Lachen, und war auch etwas überrascht, spontan nix auftauchen zu sehen. Vermutlich dachte ich, eben in der Vermutungsblase, dass ich immer in Verbindung bin mit dem, was mich beschäftigt. Aber der Geist, der alles kann zwischen zäher Lähmung und phönixgleichem Aufschwung, muss erst einmal gerufen oder angesprochen bzw. fokussiert werden auf das, um was es gehen soll. Sonst wandert er ungehemmt durch die Bazaare des täglichen Lebens, wo oft und gern geglaubt wird, dass alles nur Schicksal sei, was auf einen zuströmt, man selbst nur ein winziges, dunkles Senfkorn unter den Gewürzen. Nichts gegen das Senfkorn, doch es gibt tatsächlich eine Menge Themen, um die ein Erdling partout nicht herumkommt. Was macht man selbst hier auf dem Planeten mit der gegebenen, aber stets ungewissen Zeitspanne. Für was kann man sich erwärmen, was lässt einen kalt. Was will man unbedingt, was liegt womöglich außerhalb der Reichweite. So lässt man sich ansprechen von den Gegebenheiten, bis eines schönen Tages unter sehr günstigen Umständen das Auge sich zu einem U-Turn entschließt, sozusagen vom You-Turn zum Ich-Turn (und wieder zurück), wo Heilung angesagt ist von den gängigen Katastrophen. Dann wechselt irgendwann das Thema von selbst. Vielleicht durch Ich-Ermüdung. Ich-Ermüdung und Geschichten-Ermüdung oder Menschen-Ermüdung. Inzwischen weiß man, dass der Mensch zu sich selbst erwachen kann oder auch muss, das Muss hier als kosmische Bedingung verstanden für die weitere Route. Freiwilliges Routentraining. Spuren, Furchen und Schluchten, jetzt braucht man Handwerkszeug. Ach ja, was war noch mal gleich das Thema. Soll nun errungenes Bewusstsein an die Schaltzentrale, oder Hände weg von Seil und vom Netz, direkt hinein in den Salto vivante. Und ist freier Fall nicht gleichzeitig freier Aufstieg? Hier fallen die Ratgeber in den Mythos des Märchenwaldes. Jetzt gilt es, auch noch an den Märchenerfinder:innen vorbeizukommen, ohne das Spiel zu stören.