In einem derart aufgewühlten Bewusstseinsraum, den wir alle auf die eine oder andere Weise durchlaufen, kann es leicht passieren, dass aus der Tiefe des kollektiv Unbewussten die Sehnsucht nach einem Retter des Verlorenseins sich Weg bahnt. Einer, denn männlich wird er gedacht, also einer, der weiß, wie man das fast Unmögliche verspricht, obwohl man nie wissen kann, ob er’s halten kann oder wiedermal nur ein primitiver Ausbeuter war. Es gibt diese geistreichen Rettergestalten allerdings auch schon in uralten Epen, und ein paar von ihnen haben ja auch weltbewegenden Einfluss gehabt. Auf einer indischen Inkarnationstabelle kommt als 10. Avatar von Vishnu einer, der Kalki heißt. Er schwingt das Schwert der Gerechtigkeit, also da wird vermutlich Blut fließen, und reitet auf einem weißen Pferd. Nun erzeugen solche Kräfte, die sich im Raum verdichten, unterschiedliche Formen, d.h. w i e stellt man sich so eine Energie, wie sie jetzt als Gegenspieler im politischen Kampf zu erleben ist, als Form vor? Wie wird das sichtbar werden, wenn der Sturm Fahrt aufnimmt. Kalki selbst ist natürlich als prächtiger Halbgott dargestellt worden,
oder aber als Scherenschnitt, und es könnte auch eine Frau sein
oder, das gefiel mir bei den vielen Eindrücken, wie man die Kraft sehen oder deuten könnte, hier als Kind mit einem weißen Holzpferd, aber doch sehr royal, das Kleine.
Also egal, wie man eine kollektive Energie wahrnehmen kann oder möchte, man wird geradezu von der Geschwindigkeit des Vorgangs genötigt, für sich selbst eine Entscheidung zu treffen. Innen und außen zeigt sich Kampfbereitschaft, denn auch wenn man mit sich selbst nicht mehr so viel zu kämpfen hat, kann man für die Werte kämpfen, für die man sich schön länger eingesetzt hat. Und so kann man darauf vertrauen, dass dem Unsäglichen gegenüber das Sagbare geformt wird, das d a n n Kraft zeigt und Wirkung, wenn das Grapschen nach dem Zuviel bekämpft werden konnte beziehungsweise bekämpft werden kann.