Selbst Comedians sind schon wegen ihrer Worte im Gefängnis gelandet, wegen ihrem Humor, ihrer Ironie, ihrer Leichtigkeit. Was auch immer einen dazu bringen kann, über sich selbst lachen zu können, dem sei gedankt, denn dann hat man, egal von welchen Höhen kommend, wieder Boden unter den Füßen. Vielleicht ist deswegen der Mann so abhängig von der Frau, denn einerseits kann er sie kaum ertragen, und andrerseits gibt sie ihm den Halt, um draußen wieder d e r sein zu können, der von ihm erwartet wird. Es ist auffallend, wie normal es geworden ist, innen und außen zu trennen, und oft kann es auch nicht mehr zusammengesetzt werden. Irgendwann wird es unvermeidlich, sich selbst gegenüber zu treten, wo die Frage, wer man selbst wohl gerade sei, in einem auftaucht. Ich stelle mir also selbst die Fragen, und siehe da, es antwortet, wenn ich es für antwortungsfähig halte, ein quantenphysischer Vorgang. Was braucht man mehr für diesen gewaltigen Umschwung? Man ist auf einmal gewappnet, im eigenen Element. Vielleicht lacht man nicht über sich, weil man sich ein bisschen doof fühlt, der Veränderung noch nicht ganz gewachsen, sondern auch aus Freude, denn schließlich ist es man selbst die sich gefunden hat. Unter Umständen haben Frauen an diesem Punkt einen mächtigen Vorsprung, denn für viele von ihnen war das Beisichsein der einzig sichere Ort. Und nun gehen sie einfach voran und vollbringen ihre Wunder, aus der eigenen Schmerzerfahrung hervorgegangen. Sie schreiben Bücher. Sie halten Reden. Überall sitzen sie in der Führung. Abgeklärt, ernüchtert, aber immer noch das Lächeln, das jetzt erst eine Wirkung hat, weil es auf niemanden mehr angewiesen ist. Vorne spielen die Männer mit ihrem Weltfußball. Sie stimmen ja zu: vieles muss sich ändern, sie selbst als Ikonen des Illusionären. Und natürlich gibt es überall Ausnahmen. Doch wie kann es sein, dass das Lachen nicht schon länger im Hals stecken stecken geblieben ist. Niemand kann es beantworten. Wir sind ja alle ins Ungewisse hineingeworfen worden.