Auch das Gedankenlose hat eine dunkle und eine helle Seite, was seine Komplexität ausmacht. Wenn Elon Musk erschöpft vor sich hinmurmelt, dass sicherlich niemand mit seinem inneren Zustand umgehen wollte oder könnte, glaubt man ihm gern. Da wühlt es und treibt es die krankhafte und selbsternannte Genialität ins Bodenlose, wo man den Gedanken nicht mehr trauen kann, denn man hat die Verantwortung für die übergriffigen Sprudelungen nicht übernommen. Das ist gedankenlos, weil es so vielen schadet. Und was treibt sie überhaupt an, diese Gedanken, wo man doch denken könnte, der hat jetzt alles, was ein Mensch so braucht. Nein, ein düsterer und einsamer Denker ist er, ein von seinem eigenen Gedankenfeld Versklavter, der den Spruch vergessen hat, mit dem man die gierigen Geister bezwingt. Und die Not ist groß! Stimmt, die war schon immer groß, aber nun nimmt sie unvorhergesehene Ausmaße an. Das dadurch aufgewühlte Erwachen wiederum löst auf einmal neue Gedankenwellen aus, so, als würde der Kampf uns gar nicht erspart bleiben. Das bietet uns dann auch die andere Seite des Gedankenlose. Denn es ist ein Anspruch auf ziemlich hoher Ebene, wenn man seiner Gedanken nicht nur bewusst sein und dementsprechend mit ihnen umgehen kann, sondern im stilen Einhalten des menschlichen Treibens merkt man überhaupt erst, was da im Innen-und Oberstübchen so alles los ist. Es wurden dann durch die ganze Menschheitsgeschichte hindurch Systeme erfunden, die uns im Raum des Seins die Fähigkeit zurückschenken, nämlich schlicht und einfach unbelastet von uns selbst das Lebendige wahrzunehmen. Unbelastet von uns und unseren Ich-Begierden. Noch habe ich (auch in Indien keine/n getroffen, der sich schon ganz zuhause fühlte im ichlosen Raum. Aber es soll welche gegeben haben, die das erfahren haben. Sie sollen viel gelacht und den Begründungen der Menschen für ihre Triebe entkommen sein. Und haben zuweilen einfache und zugkeich höchst mysteriöse Sätze hinterlassen wie ‚Liebe, und tu was du willst‘.