regnen

Es regnet. Zwei wichtige Worte. Und nein, es ist nicht schön, irgendwo in der Welt Häuser abbrennen zu sehen, ganz zu schweigen von den Tieren. Das menschliche Leben aus der Not zu retten ist wichtig, aber ist es tatsächlich so viel wichtiger als das der Tiere. Oder wie wär’s am Montagmorgen mit dem Zulassen des Satzes ‚Wir leben in der Welt der Tiere‘ (und nicht umgekehrt). Aber erst einmal erleichtert sein wegen dem leisen Tröpfeln da draußen. Noch nicht genug für alle dunklen Stellen des Waldes, aber ein gemeinsames Durchatmen, so, als wäre etwas haarscharf nochmal gutgegangen, wo man fast schon auf das Schlimmste gefasst war. Man weiß ja, das Schlimmste kann kommen, aber es muss nicht. Oder das (imaginierte) Schlimmste kommt genau an dem Punkt, an dem man eh nicht mehr teilhaben möchte. Es ist nicht so schlecht, sich etwas vorzubereiten, damit man nicht vom Vorhersehbaren überrannt wird. Aber an keiner der Versionen klebt ein Garantieschein. Wird es (z.B.) der deutschen Regierung gelingen, sich die AfD soweit wie möglich vom Hals zu halten, also sein lassen, aber nicht zu nah ranlassen. Und wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass sie so nahe rankomen konnten, wie die meisten vom ‚Uns‘ es sich gar nicht vorstellen konnten. Und ist trotzdem geschehen und stolziert herum mit der schwarzen Todesflagge für die demokratische Praxis und für’s Multikulti. Wenn Gehorchen wieder modern wird. In der Zwischenzeit dämmen an allen Fronten die Helden und Heldinnen der Zeit die lodernden Flammen ein. Das ist Rettung, aber nicht Heilung. Und wie krank die Wurzel des Ganzen wirklich ist, wirft die Frage auf, von welcher wirklichen Wirklichkeit aus man es beurteilen könnte. Was uns, bzw. mich, schnurstracks zur angebotenen Weisheit des Momentes bringt: erst einmal den Regen und seine Wirkung genießen.


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