Sollte es ein Nichts geben, kann man es auf jeden Fall nicht darstellen. Immer ist was. Das Wort ’nichts‘ kann natürlich ein Schaudern auslösen, so großräumig wie das Unbegrenzte an der Heiligkeit. Gibt es sie, und kann ein Nichts an das andere grenzen? Und sind spürbares Nichts und wahrnehmbare Leere dasselbe? Und wann ist Leere Verbundenheit, und wann Krankheit. Und wie lange muss man praktisches Sein geübt haben, um zu erkennen, dass weniger eher mehr ist, und dass es hilfreich ist, wenn Körper und Geist geschult werden, damit man die abenteuerliche Raumfahrt gut bewältigen kann. Bis etwas weicht, was man sich gar nicht vorstellen konnte: man selbst als von sich selbst Definiertes. Kann d a s noch weichen, gibt es guten Grund zu staunen, oder zu danken, oder zu zelebrieren. Oder gar nichts mehr, und dann gleichzeitig alles. Da fällt mir die schöne Anekdote ein, in der ein sehr eifriger Priester in den Tempel kommt, sich auf den Boden wirft und ruft ‚Ich bin ein Nichts, ich bin ein Nichts, ich bin ein Nichts!‘ Ein Novize kommt rein, ist schwer beeindruckt von der Inbrunst des Betenden, wirft sich auch auf die Kniee und murmelt ‚Ich bin ein Nichts, ein Nichts, ein Nichts!‘ Nochml öffnet sich die Tür, und der Tempelhausmeister kommt herein und, schwer beeindruckt von den beiden, murmelt während des Kehrens ‚Ich bin ein Nichts, ein Nichts, ein Nichts.‘ Da sagt der Priester empört zum Novizen: ‚Schau mal, wer sich da einbildet, ein Nichts zu sein!‘ Das lässt viele Fragen offen. Warum auch nicht.