Suchbild: Wo versteckt sich der griechische Philosoph?
Das ist eine sehr schöne und lehrreiche Bühnenaufführung, die uns der Papst und Donald Trump/J.D.Vance/Pete Hegseth zur Zeit in der politischen Groteske darbieten. Der Papst ist ein Glücksrabe, da er schon mit ziemlich guten Karten in der Zirkusarena des amerikanischen Präsidenten ankam, also nicht freiwillig, sondern über geheimnisvolle Synapsenkorridore versucht wurde, ihn in etwas hineinzuziehen, was überhaupt nicht zu seinem Amt gehört. Da war nun sehr bewegend zu sehen, wie eine souveräne Macht einer schlichtweg weltlich tumben Macht gegenüberstand und immer noch steht. Das erlebt man doch selten, vor allem in dieser Zeit, dass eine eindeutig geistige Macht eine ganz klare und verständliche Botschaft in die weltlichen Machtzentren sendet, ohne viele Worte darüber zu verlieren. Ich persönlich lehne schon sehr lange meinen Kopf nicht mehr an eine Gottesschulter oder tanze ud schweige für und mit ihm oder ihr, dem hilfreichen und ehrenwerten Konstrukt, aber s e l b s t Gott sein wollen wie diese ruchlose Trinität es den Gläubigen zu vermitteln sucht, das muss schon mal genauer betrachtet werden. In Indien, wo Gott – oder Göttinsein leichter gemacht wird, könnte die päpstliche Botschaft auch nützlich sein zum Nachdenken. Und vielleicht sollte man sich ganz persönlich mal befragen, was man eigentlich darunter versteht (also unter ‚Gott und Manselbstsein (etc.)), und ob man hier nicht nur über Eigenarten des Menschseins redet. Auf jeden Fall haben sich ein paar (gefährliche) Narren zusammengetan, und haben, ganz gegen ihren Willen, der Menschengemeinde eine gute Dosis Lachen geschenkt, was als gutes Hausmittel für Befreiung gilt.