abgründig

Weil beim Anblick dieses harmlos erscheinenden, hellen Bildchens ein Abgrund sich auftut und etwas Blitzschnelles sich zeigt, was man sonst so geradlinig nicht kapieren könnte, zeigt sich die schreckliche Nacktheit des Tröpfchens Wahrheit, und heraus bricht sich ein Lachen freie Bahn, was so sein muss, wenn der Pfeil ins Schwarze trifft. Der schwarze Witz, in hellen Umhang gekleidet. Im Gärtchen ist doch alles bestens, was haben die nur, die Störche, seht, da oben, die sind doch auch schon wieder zurück, alles prima und wie es sein soll. Und der flüchtige Blick, mit vielem anderem beschäftigt, sagt ganz schnell ja, das sind doch die Störche, na bitte. Es sind aber keine Störche, es sind Vertriebene aus ihrer Welt, wo es ihnen gut ging, bis ihre Lebensweise vernichtet wurde von herrschsüchtigen Einheiten, denen der Zugang zum Lebendigen entgleist ist. Jede/r ist natürlich (wie immer) frei, es so zu sehen, wie er oder sie es möchte, ganz einfach, eben Pinguine in einem Storchennest. Nur das Lachen, von kreativem Impuls gesteuert, kann zuweilen das Abgründige bestätigen und verdaubar machen.


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