Ich denke auch, dass jeder Mensch künstlerische Fähgkeiten besitzt, schon aus der puren Tatsache heraus, dass jede/r ein Original ist, auch wenn es einem zu anderen Zeiten nicht mehr so erscheint. Dass man sich zum Beispiel nicht mehr als den Ausdruck des eigenen schöpferischen Denkens empfindet, sondern als etwas, das dem Vorgefundenen gleicht, dem man sich anpasst. Hier gibt es große Vielfalt im Umgang mit schwierigem Schicksal, und Gesellschaften und Familienstrukturen zu handhaben, ist auch eine Kunst. Dann gibt es die Kunst. Sie gehört zu den Themen, die unüberspringbar sind, und bringt immer wieder aufs Neue zu der Frage: Was ist sie? Und obwohl man derart viel über sie sagen kann, liegt hier ein verborgenes Geheimnis offen am Wegesrand: die Kunst kann nur sich selbst sein. Deswegen ringen die Ausübenden in ihrer vorprogrammierten Einsamkeit um Nähe zum Vorhernichtgewussten, also zu dem, was man nicht vordenken oder nachdenken kann. Vielleicht kann man es gar nicht denken, sondern schaut zu, wie es sich tut, wenn man dazu bereit ist. Und hat es was mit einem selbst zu tun? Einerseits ja und andrerseits nicht. Wenn dann kein Kampf mehr stattfindet, beruhigt sich die aufgewühlte Sphäre. Und das, was man dann ist, beteiligt sich gerne am Hüten des Stromes. Why not.