skripten

Die meisten Weihnachten meines Lebens habe ich nicht in Deutschland verbracht, aber die Weihnachtsblitzerinnerungen an kindliche Freuden und Aufgeregtheiten sind schon noch da. Die Weihnachtsgeschichte so rührend. Das kann schon jedes Kind verstehen, wie gruselig es ist, da draußen rumzuirren, und dann endlich: ein Stall, die warme Haut der friedlichen Kühe, das besondere Kind, das da heranwächst mit edler Gesinnung und einer unerschütterlichen Leidenschaft für Wahrheit. Und ja, dass sie leiden macht, diese Wahrheit, und dass dadurch das Leiden verstanden wird als ein Weg zu geistiger Freiheit. Daher sind auch Religionen meist nur Erhalter des Skriptes, und je strikter die Gehorsamslisten und ihre brave Durchführung, desto begrenzter die Möglichkeiten direkter Wahrnehmung. Aber hin zum Punkt, der wird umkreist vom Fest, dem Fest der Liebe immerhin. Manchmal hilft es, die Dinge ernster zu nehmen, als man gewillt ist. Kostüme können irritieren wie Glaubenssätze. Aber die ganz alten Geschichten haben immer was mit dem Licht zu tun, mit der Geburt des Lichtes. Darauf kann man sich einigen. Licht als Bewusstsein.


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