Die Vorstellungskraft ist ein mächtiges Instrument, das vermutlich jedem Menschen zur Verfügung steht. Doch zum Glück hact auch sie ihre Grenzen, die man selbst einsetzen kann und zuweilen auch muss. Denn es kann einem passieren, dass man bestimmte Entscheidungen, die Menschen treffen, so wenig verstehen und sich deshalb auch nicht in sie hineinversetzen kann in ihre Entscheidungen, dass es das Vorstellungsvermögen zum Einhalten bringt. Man kann es ebenfalls als einen Schutzmechanismus sehen, der einen bewahrt vor unvorsichtigem Verständnis. Ich denke, man kann immer noch ein Quäntchen Mitgefühl haben mit einem Irrwisch wie Elon Musk, aber was ist zum Beispiel mit Pete Hegseth, dem amerikanischen Verteidigungsminister, der entscheiden kann, dass ein Todeskanditat öffentlich, also auf Fernsehkanälen, hingerichtet wird. Da kann es im Gehirn zu flimmern beginnen, oder bei Foltermethoden und Hungersnöten, da ist es vielleicht angebrachter, den Kopf zu senken, wenn man keinen Aktivistenzugang hat. Und ist es nicht doch gerade das Unvorstellbare, das menschliche Kräfte entfachen kann, die die Träger:innen selbst nicht kannten. Die Empörung. Die Wut. Das Ausmaß des Missbrauchs, die ungeheuerlichen Auswirkungen des Selbstgefälligen auf die Menschheit, die zum großen Teil gelenkt werden möchte, aber vergessen hat oder nie wusste, wohin sie gelenkt werden möchte. Dieser Planet ist ja nicht als Straflager konzipiert, auch wenn es einigen so vorkommt. Die Frage ist, ob sie sich überhaupt etwas anderes vorstellen können, die Schattenfiguren des Dramas, wenn es sich in eine Tragödie verwandelt. Allerdings muss man gestehen, dass das auch eine gute Zeit ist für Komödianten, und das Komödiantische genau d a eintreten kann, wenn das Ganze so absurd wird, dass man es sich nicht mehr vorstellen kann. Bis neue Aufgaben sich zeigen.