Seit ich die vergangenen drei Jahre vorwiegend im Westen gelebt habe und lebe, und Indien als von mir (einst) hochgelobtes Land hinter mir gelassen habe, fallen mir bestimmte Dinge auf. Zum Beispiel empfinde ich die Materie im westlichen Raum als sehr schwer. Sehr leicht, sie zu erwerben, aber sehr schwer, sie wieder loszuwerden. Man hat immer zu viel und kann sich schwer von dem Zeug trennen. Auch in Indien lebt jede/r gerne mit allem, was er oder sie braucht. Die Haushalte brechen auch aus den Fugen, und das Genug ist dort noch lange nicht erreicht, vielleicht fängt auch die kollektive Gier erst an. Aber sie haben auch den anderen Weg ernsthaft erschaffen für diejenigen, die das Haushaltsleben mit all seinem Drum und Dran nicht anspricht. Das Zölibat wird u.a. in diesem Kontext oft empfohlen, damit der eigene Weg nicht durch selbsterzeugte Handlungen erschwert wird. Und es wird empfohlen, auf dieser Wanderschaft so wenig Extras mitzuschleppen, damit das Schleppen nicht vorherrscht. Andrerseits wird in Indien nicht mehr so viel praktiziert, eher all die im Westen, die in die Yogazentren stürmen. Trotzdem gibt es Gesetzmäßigkeiten, die zu beachten sind. Wo liegen die Abhängigkeiten bzw. die Anhänglichkeiten, und in welcher Beziehung steht man zu der persönlichen Umgebung, die bei der Selbsterkenntnis keine geringe Rolle spielt. Was ermöglicht mir, trotz aller scheinbar absurden Zustände innerhalb des Weltsystems, einen ungetrübten Blick anzustreben, der unabhängig vom Schattenbereich der Materie, mich im eigenen, leergefegten Spielraum aufzuhalten und in die Lage versetzt, sie zu peilen.