Die Wahlen in Deutschlnd werden von vielen Augen im World Wide Web beobachtet, einerseits besorgt, andrerseits ermutigt. An dunkelster Stelle des allgemeinen Denkvermögens ermutigt, flachgelegt den gerade noch verstandenen Schwur des ‚Nie wieder!‘ Nie wieder was? Und wie und wer bekommt das eigentlich hin, dass das nie wieder auftaucht. Das Unsagbare, das Außerordentliche, das Tiefverdrängte, das Erschaudernlassende, das von allen möglichen Expert:innen Durchanaysierte, immer um den Menschen kreisend, der sich einordnet über dem Tier, oft aber dem gesichtslosen Ungeheuer mehr gleicht als alles, was in der Natur zu finden ist. Die Natur ist für niedere Machtgelüste ein Feld der Ausbeutung. So sieht man zum Beispiel Alice Weidel ihren geradezu unersättlichen Machthunger an, während es offensichtlich viele Wähler gibt, die aus anderen Gründen an die Wahlurne gehen und AfD wählen. Ein Kurswechsel? Und wohin? Gleichzeitig gibt es zu ungünstigster Zeit Wirbel um den Kanzler. Der tut das einzig Richtige dieses schwierigen Nus und hält eine Rede, in der er nochmal betont, seinen Plänen zu folgen. Ein Wirbelwind setzt sich in Bewegung, vielleicht dient das dem Erwachen zum Fakten-Check. Um was geht’s in dieser sich aufgebaut habenden Kälte zwischen dem scheinbaren Oben und dem scheinbaren Unten. Entfremdung auf allen Kanälen. Da drängt sich fast wie von selbst die Frage nach der eigenen Software auf, nach dem persönlichen Handbuch, ganz im Sinne des Orakels von Delphi. Wo es darum geht, die Bürde des Seins auf sich selbst zu nehmen und genau d a s Maß einzuhalten, das Anderen nicht schadet. Das lässt eine Menge Freiraum, der klug zu nutzen ist, damit das Leid nicht überhand nimmt. Insofern müssen die Wähler:innen mit ihren Entscheidungen leben, und wir auch. Jetzt kommt es darauf an, welche Kräfte sich durchsetzen, da ist noch gar nichts entschieden. Attention, traveller!