Es ist gut, muss man an diesem Punkt der Menschheitsgeschichte sagen, dass nun die ganze Welt in die Epstein-Saga hineinblicken kann. Und o Weh o Schreck, da kommt viel raus aus dieser großen Waschmaschine. Nicht nur, dass die Wäsche nicht sauber ist, obwohl ne Menge Gold geflossen ist dafür, sondern die teuren Anzüge mit den schönen Krawatten werden gar nicht mehr fleckenlos. Denn die Träger wissen vor lauter Dunkelheit gar nicht mehr, ob es wirklich ihre Unsauberkeiten waren oder nur die der anderen. Aber wer sind ‚die Anderen‘? Der Diktator muss seine Freunde schützen, das wird auch an so manchem Stammtisch verstanden. Doch wie weit kann sich der Blick eines Mannes gnadenlos in den Abgrund treiben, wo dann allerdings genug Gleichgesinnte leben, die vermutlich irgendwann von irgendwem zerstört wurden, was hier zum Mitleiden nicht mehr reicht! Denn wir wissen doch, wie viele Geschädigte aus diesen Höllen gekrochen kamen und sich vom Sog des Abartigen befreien konnten (oder eben nicht). Jede/r kann, wenn er oder sie will. Sie wollen also nicht. Sie vergreifen sich an Kindern und tragen K.o.-Tropfen in ihrer Hosentasche. Und obwohl wir wissen, dass wir selbst gelogen oder gestohlen oder falsch Zeugnis geredet haben wider unseren Nächsten, so hat es uns doch beunruhigen können im Zusammenhang von dem, was wir als Mensch von uns und unserem persönlichen Maßstab erwarten. Es gibt sie also, die Grenze des Verstehens. Da, wo manche hingehen, und andere nicht folgen möchten und auch nicht können, und auch nicht müssen. Und nicht dürfen, wenn es ihnen um das eigene Wohlbefinden geht. Wenn nun ein Land und eine Regierung ihr Wohlbefinden gänzlich entlassen muss wegen dem Defekt in der Maschinerie, dann kann man es als eine Höllenfahrt begreifen. Und dann, Dank an Calvino, kann man sich immer noch um das kümmern, was nicht Hölle ist, und ihm Raum und Dauer geben.


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