Davos

Tatütata – Tatütata – der Davos-Krimi ist da! Niemand könnte sich über das Ausmaß an Vorspannung beklagen – hier will (fast) ein/e Jede/r von uns allen wissen, wie dieses Spiel ausgeht, denn es hängt viel am roten Faden der Story. Ob es den Handelnden gelingt, den sagenumwobenen Ausgang des Labyrinthes rechtzeitig zu finden, bevor das Kartenhaus der Weltordnung grundlos in sich zusammenfällt. Oder gar nicht so grundlos. Denn in Davos kommt der Angeklagte vieler krimineller Handlungen und menschlicher Abscheulichkeiten als heimlich sich selbst gekrönt habender Held ins Licht der Aufmerksamkeit, also dahin, wo er sich am pudelwohlsten fühlt. Der Kleine will ganz viel haben, und viel hat er ja auch gekriegt, aber es hat nie gereicht, weil des falschen Helden Psyche einem schwarzen Loch gleicht, in das man hineinrätseln kann, soviel man will, es bleibt, was es ist, so etwas wie das Unfassbare an sich. Nun hat diese gnadenlose Show des amerikanischen Präsidenten nicht dazu geführt, dass Europa sich untereinander zermalmt hat, wie vom Täter erhofft, sondern das Gegenteil ist passiert. Nun rasseln bei höchster diplomatischer Leistung die Säbel, und die Alarmglocken läuten, und dann ist auch manchmal Stille. Historische Momente geben sich zu erkennen, eine Frage des kollektiven Gespürs. Nach Davos kommt heute ein Wahnsinniger, der den roten Faden mit der roten Grenze verwechselt hat. Alle wissen, er darf nicht gereizt werden, er ist ein gefährliches Raubtier, wo man dem Tier noch Unrecht tut. Etwas steht auf der Kippe. Allerdings steht es da schon eine ganze Weile und wartet vielleicht auf den Punkt.


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