Es ist ja (auch) so, dass das eine Auge geradewegs in die globale Hölle starrt und erzittert ob der als höllisch wahrgenommenen Szenarien, und das andere sich das ’sapere aude‘ in die stocknüchterne Erkenntnis des menschlichen Zustandes und seiner Auswirkungen meißelt. Nun soll es ja noch ein inneres Auge geben, gerne das dritte genannt, es ergänzt die zwei anderen zu einem Dreieck. An diesem auch selbstständig aktiven Steuerrad sitzt das, was wir sind, und navigiert durch die Wogen der Schicksalsstrudel, begleitet von der Ahnung der Möglichkeiten, was für eine Art Leben (z.B.) uns erstrebenswert scheint. Doch selbst wenn es mir gelingt, den Freundschaftsgarten meiner Idealvorstellung umzusetzen, gibt es dann immer noch Gaza und den todbringenden Winter in der Ukraine. Und selbst wenn man berechtigterweise meditative Praktiken als Beitrag zum Weltfrieden sehen kann, so bleibt doch das tiefe Erschrecken über menschliches Tun und Lassen. Insofern ist gerade die Absage an alle menschliche Vernunft ein Weckruf, der alle Bewohner:innen trifft. Manchmal trifft man in sich selbst einen Punkt, der über das, was man kann, hinausweist.