hinterfragen

Die tiefgründige Hinterfragung der Dinge wurde uns schon durch die sogenannte sokratische Gesprächsführung vermittelt und ist eine weitere Aufforderung an die jeweils anwesende Menschheit, das eigene Denken zu kultivieren, um den zahllosen illusionären Schleiern dieser Kollektivschöpfung gewachsen zu sein und ihre duale Natur zu durchforschen. Und, wenn das Schicksal einem hold ist, sich zu mühen, damit das Resultat all dieser Mühen in der ebenfalls sokratischen Einsicht münden möge, dass man weiß, dass man nichts weiß. Halt außer dem Wissen, das immerhin zur Verfügung stand und immer noch steht, und dass man um die Wahl an den Kreuzwegen nicht herumkommt. Man dann erst einmal eine Richtung einschlägt, die dennoch das gänzlich Ungewisse verkörpert, uns selbst also, die wir uns erst einmal begegnen und kennen lernen müssen, um die Hinterfragung überhaupt in Gang zu setzen. Nun braucht es für langsame und gründliche Prozesse sehr viel Atem und Geduld und Zeit, denn es geht ja ständig um Leben und Tod und Götter und die Welten. Und kann dieser Planet wirklich von Menschen beherrscht und ausgebeutet werden, und warum kommt keine Antwort. Ich meine außer den Milliarden von Beantwortungen des Irgendwas, die täglich durch die Netze geistern und gerne die nackte Wahrheit wären, wenn es die gäbe. Und wenn es in Zeiten großer Verwirrungen und des Nachlassens kritischer Denkfähigkeiten dazu kommt, dass eine große Narretei ausbricht, die sich selbst überschlägt wie bei einem grotesken Purzelbaum, und das neue Normal alles vorher Denkbare aushebelt, dann…dann..ja dann…dann schauen wir alle mal, wo das hinführt. Ham dekhenge. Wir werden sehen.


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