Es ist ja erstaunlich, was an so einem Fest wie diesem, dem vorüberziehenden Fest, energetisch alles aufgewirbelt wird. Die Bedürfnisse, die Wünsche, die Ängste, die Enttäuschungen. Das alles hängt an der Bedeutung, die wir Menschen in Ideen hineinstecken. Oder in die Erinnerung an Gewesenes, zum Glück nicht mehr ganz Überprüfbares, damit Phantasie und Berechnung ihre Blüten treiben können. Ob sich Maria und Josef tatsächlich vor Kälte zitternd an die warme Kuhhaut geschmiegt haben, oder wieweit Hermann Hesses Siddharta dem wahren Buddha entsprach. Und gibt es überhaupt einen Ausweg aus den Geschichten, und warum sollte man nach einem Ausweg suchen? Der/die Erzähler/in greift hinein in tote Materie, denn ständig ist ja (auch) Vergangenheit, und haucht dann günstigerweise der Idee oder dem Wort oder der Form Leben ein. Es ist eine Art Mutterschaft, die zu verschiedenen Resultanen führt, ganz wie im äußeren Leben. Denn da erscheint das dann alles: als Mensch, als Musik, als Bild, als Schauspiel. Und ja, da gibt’s gräßliche Szenen, man möchte nicht glauben und nur zögerlich wissen, dass Menschsein doch ein großes Mysterium geblieben ist, ein Rätsel, das sich schwer lösen lässt, und vermutlich geht’s gar nicht um erlösende Lösungen. Es kann schon erschrecken, wenn man merkt, dass man einen Faden in der Hand hält, der einem bei der Navigation durch das Labyrinth behilflich sein soll, und siehe da!, also doch!: ein Exit.