unabhängige Einheit

Und i s t das Bild tatsächlich eine unabhängige Einheit, jetzt, wo es draußen ist und nichts mehr mit mir zu tun hat, oder hat es was mit mir zu tun, und wenn, was. Müsste ich mir darüber Gedanken machen, was dieses bleiche Geschöpf im geschöpften Quadrat da träumt oder ausbrütet. Oder sind es gar Mordgedanken, oder aber wird ein Schatten noch rechtzeitig erwischt und vertrieben. Ich weiß es nicht, denn das alles wäre ein Nach-Denken, also dem Geschehen hinterher denken, um vielleicht Tieferes davon zu verstehen, wenn man das möchte. Es kann aber durchaus nur ein flüchtiger Nu sein, der sich im Vorübergehen ausgedrückt hat, ja von welcher Quelle aus, da bin ich mir noch nicht so sicher. Sie könnte im Überall sein, das Überall an sich, das ausdrückt, was es will, in dem Fall durch mich, so wie des Bäckers Brötchen oder des Herrschers Überheblichkeit undsoweiter. Und was haben sich gewisse Geister bemüht, die Gewissheit des flüchtigen Nu’s zu erfassen, die in schlichtester Logik zum ‚Be here now‘ führen kann, aber nicht muss. Aber waren wir nicht immer schon da, oder zumindest am Anfang, bei den Spielzeugen, in direktem Kontakt mit dem Seienden, oder gar das Seiende selbst noch, in der ungelabelten Welt noch, noch ganz bei der Sache, ohne Ablenkung durch das Unwesentliche. Allerdings scheint es ganz so, als müsste das Verdunkelte durchschritten werden, bis sich die Möglichkeit einer Erhellung zeigt. Meist fängt es mit Neugier und Wissen an, mit Fragen, mit Grübeleien um das Verborgene herum. Wenn man eines Tages da wieder herauskommt wie aus einer Schlangenhaut, dann kann man sich glücklich schätzen, denn auf einmal zeigt es sich so wie damals das Bauklötzchen: direkt und ohne Vermittler. Warum nicht? Man kann es ja selbst probieren.


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