wach

Wäre meine Lebenswahrnehmung anders, wenn ich ganz sicher wüsste, dass es ein Traum ist? Aber es wird nur vermutet, und tatsächlich kann einem zuweilen das Ganze vorkommen wie ein guter oder ein schlechter Traum. Manche Menschen waren schon so nahe am verlassen dieser Realität und waren dann enttäuscht, in den sorgenbelasteten Nebel der Welt zurückzukehren. Was auch immer dieses Dort war, dort soll es geleuchtet haben, und man selbst auch, sozusagen befreit, vielleicht gar von sich selbst. Man heißt nicht mehr irgendwie und hat keinen Zeitplan, dort. Wenn man an Glauben nicht interessiert ist, muss man zugeben, dass man vieles nicht weiß, zumindest nicht aus eigener Erfahrung. Geheimnisvolle Prozesse wirken ständig durch unsere Energie, die wir der Welterfahrung zur Verfügung stellen. Nun ist allerdings alles, was wir die ‚Realität‘ nennen, immer nur das Resutat menschlicher Entscheidungen, eingebettet in das ewig Unerklärbare. Das sich ständig Neuerfindene, das zu keinerlei stabiler Realitätsauffassung taugende, das Impermanente, sich glaubwürdig darstellend als das Ewige, das ewige Trugbild, Wirklichkeit genannt. Wenn man es zulassen kann, ist es befreiend. Was also ist es, das Wachwerden, an dem man angeblich auch scheitern kann. Und genau hier tauchen sie auf, die uralten Fragen, und da setzt (endlich?) ein Lauschen ein. Aha, also doch noch ein Wachruf, was könnte das sein. Hier wird das Gemeinsame einen Nu unterbrochen. Dann weiß man, ob man überlebt hat oder nicht.


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