In den neun Jahren, die ich in Nepal gelebt habe, wo der Buddhismus ziemlich natürlich neben dem Hinduismus dahinlebt und webt, da waren die Anekdoten vom Buddha weit verbreitet. Was ich persönlich immer anregend fand war die Story, dass er als Prinz aus Versehen mal auf die Straße kam und erschüttert war vom Leiden, das er s o nicht kannte. Die Frage, ob und wodurch dieses Leiden zu heilen oder zu mildern war, beschäftigte ihn von da an unentwegt. Und wie das halt so läuft, wurde eine Lehre daraus, vielleicht, damit Menschen in Kontakt mit diesen Gedanken kommen. Die können immerhin hilfreicher sein als das, was die Buddhisten gerne ‚crazy monkeybrain‘ nennen, eben das ziemlich irre Gequatsche, das sich aus irgendwelchen Vergangenheiten speist und dem man keine Bedeutung zumessen kann, außer, man will es studieren. Also furchtlos näherkommen und schauen, was es wohl ist. Bin ich das, oder bin ich das nicht. Wenn nicht ich, wer dann. Oder bin gar nichts Festzumachendes, sondern eine Energie im Strom des Geschehens. Und wenn man an der Manifestation des scheinbar Wirklichen beteiligt sein will, ist es gut, die Bedingungen zu verstehen, unter denen das Spiel läuft. Kann ich entscheiden, ob ich dem auf mich Zukommenden begegnen oder ihm ausweichen möchte? Oder die uralte Frage taucht bei mir auf, ob und wie ich aus dem Spinnennetz herauskomme, wenn ich erkenne, dass es auf einer bestimmten Ebene gar keine Spinne gibt. Oder es gibt sie außer der natürlichen Spinne in der Form von Donald Trump, der in seinem Netz die Beute fängt, die er braucht für sein Spiel. Die Matrix hat viel zu bieten, vor allem die Täuschungsmanöver. Doch wenn es diese Komödien und diese Tragödien nicht gäbe, was würde uns anfeuern zu eigenem Spiel, und dann noch zur Freude daran.