Mit einer gewissen Überraschung bzw. einer geradezu kindlichen Staunfähigkeit habe ich feststellen dürfen, dass ich dem ganzen lebendigen Vorgang nie einen Sinn abverlangt habe. Ich kam drauf wegen der überall zu findenden Sinnsuche und dem unter vielen Menschen bis zur Selbstauslöschung grassierenden Frust, partout keinen Snn hier finden zu können. Nur: von wem soll er fabriziert werden, und wer ist verantwortlich für dieses Unterhaltungsprogramm, und wo ist der zu drehende Knopf, mit dem ich das bunte, scheinbar sinnvolle Allerlei aus den Geräten locken kann, getarnt als realitätsnaher Sinn, so viel sinnvoller als das eigene Tun und Lassen? Wie gesagt, ich habe dem Ganzen nie eine durchreflektierte Bedeutung zugemessen oder abverlangt, dass es mir also erklären möge, warum es mich an die Ufer des Seins geworfen hat, damit ein Körbchen entlangkommt und mich meinem Schicksal entgegenschaukelt. Und warum, frage ich mich, braucht es so dringend einen Sinn? Ist es nicht ein ungeschriebenes Buch, das sich ständig selbst neu erfindet? Und ja!, es birgt als Potential die Schöpfungskraft, von der alle profitieren, ob sie nun wollen oder nicht. Von mir aus kann man das Abenteuer auch ablehnen, klar, das gehört doch gerade zur Wildheit des Ablaufs, dass man die dem menschlichen Wesen entsprechenden Fähigkeiten einsetzen kann, wie es einem halt gelingt. Und es ist schon günstig, etwas Spielfreude mitzubringen. Man muss ja nicht, nur, weil man keine Sinnsucherin ist, sich im Sinnlosen aufhalten. Es hängt von einem selbst ab, und wie ich sehe, bin ich keinem Sinn unterworfen. Und wenn man sich ab und zu mal beim Sinnmachen ertappt, kann man immer noch über sich selber lachen, das ist gesund und kann keinem schaden.