Auch wenn man das Schauspiel der Welt als solches akzeptieren kann und sich in der günstigen Position befindet, es nicht (nur) erleiden zu müssen, sondern es bezeugen zu können, so kann es auch dann den Geist aufreiben, bis man für sich klärende Denkprozesse gefunden hat. So ist Politik, genau wie andere Wissenschaften, einem Schachspiel gleich, in dem es für jeden der Beteiligten gute und weniger oder gar ganz miserable Züge zu verzeichnen gibt. Und klar, man muss das Spiel nicht nur kennen, sonden es selbst erlernen, damit man sieht, dass es überall und zu allen Zeiten unter Menschen geübt wurde: das Menschsein. Jeder Mensch ist ein Beispiel dafür, wie Leben gelebt werden kann oder muss oder will. Und auch wenn die Spielräume zuweilen sehr klein werden, so sind sie dennoch da, und wir alle können auf abenteuerlichste Weise leben und sterben. Und die Politik sollte den Konsens der Vielen erfassen und zum Bestmöglichen für alle steuern, dann sind wir Pass-Inhaber:innen zufrieden und können in Ruhe unsere eigenen Fähigkeiten einbringen, wo auch immer sie geeignet scheinen. Manchmal (aber nicht immer) hilft es, die Sache sehr zu vereinfachen. Und an den Millionen von Amerikanern, die am Samstag auf die Straße gegangen sind, kann man sehen, dass uns auch immer etwas Gemeinsames berührt. Zum Beispiel, wenn die Frage auftaucht, wem unser Leben eigentlich gehört, oder ob die Farbe einer Haut Anlass bieten darf zum Mord. Man darf das Menschenleben ebenso wenig unterschätzen wie das Tier- und das Pflanzenleben, denn da ist was, was uns verbindet, während es uns gleichzeitig trennt. Denn es ist gut zu wissen, wann man trennen muss. Wenn ein Mensch wie Trump eine Gefahr für jede Art von Wohlbefinden auf der Welt ist, dann ist man doch froh, wenn es mehrere merken. Es ist ja nicht der Name allein, sondern die Menschenfigur, die uns gerade zeigt, dass etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Wie lange schon?, dass so etwas passieren konnte als ein Resutat davon. Von was? Gehört es zu einem Akt des Dramas, dass die Weltbevölkerung in eine geistige Umnachtung getrieben wird, just an dem Punkt, an dem sich die Lösungen zeigen? Zu spät? Unumkehrbar? Und was hat es mit mir ganz persönlich zu tun, wo ich endlich das irreführende Konstrukt des ‚guten Menschen‘ habe sich auflösen lassen können.