fast

Da hätte ihn doch tatsächtlich fast jemand (wir kennen den Jemand jetzt) weggepustet, den ehemaligen Präsidenten, und dieses ‚Fast‘ erinnert einen nicht nur an andere politische Momente der Zeitgeschichte, sondern erinnert mich daran, dass sich hier die Gelegenheit anbietet, zwei Worte (imagine:almost) in das Geschehnis zu bringen, die getrennt sind durch einen Doppelpunkt, und dieses dreifache Gefüge nannte ich vor langer Zeit einmal einen poetischen Schub, weil selbt zwei Worte so einiges in Gang bringen können. Stell dir vor, sagen sie: beinahe!(!) Also etwas war ganz in der Nähe, passierte aber nicht. So drücken sie, die beiden Worte und der Doppelpunkt, ebenfalls ein Bedauern aus über das Nichtgeschehene, das fast hätte geschehen können. Aber zurück zum ehemaligen Präsidenten, von dem man weiterhin lernen muss, dass Narzissten schwer zu handeln sind. Ohje, jetzt wird er vermutlich eine Götterlegende mit Unsterblichkeitsstatus. Wenn man sich nun ein bisschen erholen möchte von dieser Nachricht, denn wer will einem lebenden Wesen schon die Erschießung wünschen, so kann man dennoch kurz in die Hinterstuben der Gehirne beamen, da, wo die Vorstellungen herausblühen. Und all das, was dort gerade gedacht wird, zieht bereits um die Welt, ohne dass es unbedingt ausgedrückte Worte braucht, denn jede/r weiß ja, wie gefährlich Worte sein können, wenn man nicht wachsam ist. Das war doch kein Wolfsgruß, sagte der Mann, sondern eine verbindliche Geste zu euch allen. Und in diesem Kraftwerk der gegenseitigen Verarschung muss nun und tut auch Biden schnell ans Direkttelefon gehen und sagen, dass man sowas doch nicht tut in einer Demokratie. Aber klar ist auch, dass es immer mal wieder einen gibt, der so etwas tut und weiß, dass er da nicht lebend rauskommt. Tot ist er, der zwanzigjährige Wie-hieß-er-doch-gleich, und hat dem verhassten Objekt bzw. Subjekt auch noch einen Gefallen getan, aber vielleicht hat ihn, Trump, der junge Mann nur benutzt, um selber von der Bildfläche verschwinden zu können. Wie’s dem Vater wohl geht, der ihm die Mordwaffe geschenkt hat. Und wer will oder würde sie aufhalten können wollen, die Millionen von Mordwaffenschenkern, also bleibt mir der Schwung heraus aus der Betretenheitsfalle und dem herbeilenden Wust unnötiger Befindlichkeiten, ausgelöst durch wenig schmerzlindernde Gedankengänge. Es gibt natürlich ganz nebenher einiges zu lernen, z.B. wie sehr die blutverschmierte Wunde im Angesicht der Heldenverehrung eine kollektiv gesteuerte, erotische Komponente mit sich bringen kann, die den brandgefährlichen Virus in sich trägt, vor dem, oh hehrer Kosmos, du uns in deinem Spiel bewahren mögest. (Oder nicht bewahren können wirst).

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