Der Schnee macht alles so still und bringt die Kunst der Verzauberung. Schneit es tatsächlich mal länger, so wie dieses Jahr, dann ist man froh, das Notwendige im Haus zu haben, um die schöne Einmummung zu genießen, dafür sind ja schließlich die Feiertage da. Das natürliche Licht im Raum wird tiefer. Es ist erfreulich, ab und zu mal irgendwo hineinzustarren, ohne dass man es Denken nennen könnte. Man lernt nicht nur die Anderen besser kennen, sondern die Vertiefung der Beziehung zu sich selbst bietet sich förmlich an. Inzwischen ist es ja durchgedrungen, dass man nicht das Gesicht im Spiegel ist. Die Erdsphäre fordert gewisse Anpassungen an den Organismus des Ganzen, aber was ist das Ganze? Da wir an bestimmten Grenzen im Vermuten stecken und Irren auch an Wissenschaftlern menschlich ist, tut es weiterhin gut, sich die eigene Wahrnehmung zuzutrauen und erst dann mit dem und den Anderen abzuchecken. Sollte es sich nun aber tatsächlich herausstellen, (auch das noch im Raum der Vermutung), dass selbst die von uns so hochgeschätzte Individualität gar nicht so persönlich gespielt wird, wie wir denken, sondern vielleicht entscheidet da noch etwas ganz anderes außer uns über den Zustrom in unseren Kanälen. Ich meine jetzt nicht heimlich Gott, nein, sondern das Bewusstsein an sich, d a s, was d a ist, und alles, absolut alles ein Ausdruck davon. Das Bewusstsein also nicht in uns, sondern wir im Bewusstsein. Das wärmt doch so richtig durch, und draußen, sehe ich gerade, suchen 3 Rehe unter dem Schnee nach Äpfeln, und finden sie auch.