Balanceakt

Wenn ich von meiner eigenen Beobachtungsposition ausgehen darf kann muss soll und Wesentliches bedacht und gelernt und wieder entdacht und entlernt habe, bin ich nun ganz klar voller Wertschätzung für den glanzvollen Balanceakt, den das Universum, bzw. das kosmische Spiel uns Erdlingen darbietet. Denn, das muss man schon zugeben, sind nicht nur die finsteren Schicksalsschwaden des Mensch-und Tier- (und Pflanzen)-reichs von ausgeklügelter Schärfe gezeichnet, sondern es hat sich immer wieder bestätigt, was Nelson Mandela meinte, nämlich dass das Gute und Schöne zu erkennen und wertzuschätzen viel, viel mühsamer ist. Je genauer man hinschaut, desto schwieriger wird es. Auch das Genug und das Zuviel spielen eine wichtige Rolle. Das Genug vom Missbrauch des Vorgefundenen, das Zuviel des sogenannten Guten. Das Ausbrüten menschlicher Pläne an geheimgehaltenen Orten gilt immer noch als Garant für Schweigeschwüre. Aber immer sickert was durch, auch das Zurückgehaltene strebt zum befreienden Exit. Nicht Exit vom Leben, nein, sondern Befreiung von den Plagegeistern der Habgier, dem irrlichternden Fishing nach dem Irgendwas, wo doch Intelligenz vom universalen Prozess zur Verfügung gestellt wird. Sodass d a s, was wir sehen, Resultat und Beweisführung des menschlich Entschiedenen ist. Daher ist auch hier beides gleichermaßen beliebt: das Erschrecken vor dieser immensen Inszenierung, in der wir scheinar willkürlich auf das Schachbrett gesetzt werden, und die tiefe Freude darüber, daran teilnehmen zu können.


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