schulen

Sicherlich sind der Austausch mit Anderen, das Zwiegespräch, der Dialog, der fruchtbarste Weg, über sich selbst und den Anderen oder die Andere etwas mehr zu erfahren. Auch muss man sich förmlich darin üben, die oft sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen Anderer in Hinsicht auf die eigenen nicht nur zu akzeptieren, sondern sich auch daran erfreuen zu können. Das heißt z.B., den Raum mit zu gestalten, in dem sich andersartiges Denken und Schauen ausdrücken kann. Auch am Außen kann man sich gut und unermüdlich schulen. Es ist klar, dass der „Dialog“ zwischen Donald Trump und Ali Chamenei  nicht auf gegenseitigem Vertrauen basiert und auch keiner erwartet, dass hier menschliches Interesse am Werke ist außer für die eigenen Vorteile. Da sitzt kein Gott am Schachbrett, der um einen gefallenen Engel trauert, der auf die dunkle Seite geraten ist und unbedingt ein Spiel gewinnen möchte, bei dem keiner gewinnen kann, weil etwas viel Kostbareres verloren gegangen ist, was auch möglich war, dann aber doch nicht. Überall, wo sich aus dem selbsterhaltenden Trieb ein zerstörerischer bildet, wird der  Raum zu einer Dunkelkammer, und man kann froh sein, wenn die Liebe darin nicht zerstört wird, sondern wieder zum Vorschein kommen kann, wenn die Gefahr vorbei ist. Lieblosigkeit ist eine Gefahr. Bei Arte läuft gerade ein empfehlenswerter Film über Amy Winehouse. („Amy“, Mediathek). Man weiß ja selten, was und wie früh etwas in einem Kind zerstört wird und erst das Leben die Karten ausspielt, die das dunkle Geheimnis bezeugen. Man kann durch dieses kurze Schicksal hindurch, das hier jemand von der Sängerin zusammenstellte, vieles nachempfinden. Das begabte Kind, das entdeckt  und gnadenlos durch die ganze Prozedur des Berühmtwerdens getrieben wird, bis eine gemeinsame Drogenabhängigkeit zum letzten Schlupfloch einer Verbundenheit wird, bis auch die scheitern muss. Und die Masse, die die teuren Tickets zurückhaben will, wenn die Gefangene nicht tut, was man von ihr erwartet. Diese Bereitschaft, einen Menschen weit über ihre Kräfte hinaus zu verbrauchen, und dieses inzwischen irrlichternde Wesen, das nicht mehr die Kraft hat, dem schaurigen Spiel ein Ende zu setzen. Warum berührt es? Man spürt ein authentisches Wesen, einen Menschen, der der Ausbeutung nicht gewachsen ist. Das Kind, das die Habgier des Vaters ins Rollen brachte. Das Ausgeliefertwerden an die Meute, die abgrundtiefe Verwundung als Fraß. Und hier nun im Now: der Sommer, der sich erneut in Bewegung setzt.

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