anregen

Ich denke, es tut den meisten Menschen gut, sich einmal in einer anderen Kultur heimisch zu fühlen, sei es für einen Moment oder für Jahre. Hilfreich ist immer, ein gewisses Maß an Liebe für diese andere Welt zu haben, damit sie einen zulässt, sodass man nach und nach die Masken ablegen kann. Es dauert nicht lange, da ist Verbindung möglich, auf einer Riksha genauso bedeutsam wie im Zug. Überall Menschen. Wer sind sie, und wie viel kann man ablesen von äußerem Schein. An der großen Akademie des Daseins werden wir geschult. Der Mensch will Freiheit, oder stimmt das gar nicht überein mit den Erfahrungen, weil der Preis dann doch sehr hoch sein kann. Auch wir spüren den Preis, wenn es z.B. um Iraner:innen geht, die ihre Toten betrauern, die ermordet wurden im bitteren Kampf um den Lebensraum, der uns hier noch selbstverständlich erscheint. Es wird am Kern jeder Kultur immer der Mensch stehen, den ein ungeschriebenes Gesetz zu d e m lenkt, was von ihm oder ihr als Menschsein verstanden wird. Damit können wir uns jederzeit verbinden, eben solange das Menschsein lebendig ist. Wird dem Menschen das eigene Sein entzogen oder zieht es sich gar selbst zurück, dann tritt etwas anderes in den Vordergrund, vor dem wir uns alle fürchten. Wenn Gespräch nicht mehr möglich ist, oder der Abstand zwischen Wesen zu groß. Dazwischen gleiten auf einer Rasierklinge die Worte ‚Human being & Being human‘ vorüber und regen zum Denken an.


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