lockern

Es dauert wirklich sehr lange, bis man in der Tiefe versteht, wie unnütz und vergebens auch der innigste Wunsch nach Veränderung ist, was andere Menschen betrifft und ihre Art zu sein. Und wie man sich die Dinge gerne einfacher vorstellt, meist an der persönlichen Latte gemessen, an der diese Einstellungen oft eingraviert sind. Aber das stimmt ja auch nicht, denn warum und was sollte denn einfacher sein, wenn Menschen dem entsprechen könnten, was man sich so gerne als eine Möglichkeit vorstellt. So ist man immer mehr mit dem eigenen Verstehen und dem Ausloten der Beziehungen und Begegnungen zugange, wohl wissend, wie tief man graben muss, um in sich selbst die Vorstellung einer gewünschten Veränderung umzusetzen in erfahrbare Realität. Und durch das Graben wird ja erst das Feld gelockert, und man kann gespannt sein, was alles zum Vorschein kommt. Nun benötigt man einerseits diese lebenslange Bemühung um die Sicht nach innen, aber gleichermaßen braucht man die Sicht von Anderen auf die Entwicklungen, die man durchmacht, und man braucht die Aufmerksamkeit dieses Blickes auf Andere. Da, wo keine Resonanz auf das eigene Sein erfolgt, bleibt etwas verborgen. Zu viel Verborgenes führt zu Erstarrungen, ist es einem nicht selbst wichtig, es aus den Tiefen zu locken und mit den vielen Aspekten des eigenen Wesens förderlich umzugehen. Es stimmt ja auch nicht, dass der Mensch von  eigenen Erfahrungen nichts lernen kann, und nie kann man sicher sein, was in Anderen vor sich geht, es ist mühsam genug, Kenntnis zu erlangen von den persönlichen inneren Vorgängen: wie man gestrickt und gewebt ist, und wie und wann und wo die Schicksals-Schatzkammer geöffnet, gehütet oder verschlossen bleiben muss. Und so bleibt einem auf der einfachsten und tiefsten Ebene der Erkenntnis eigentlich nur, unermüdlich den Kompass auszurichten auf die Unruhe der Meere, auf die bewusste Steuerung durch das Abenteuer des Ungewissen, auf die Freude des lebendigen Unterwegsseins. Und war der staubaufwirbelnde Schritt auf dem Mond wirklich so ein tolles Ding, oder fand nur ich es immer schon albern, als würde da ein Mensch jemals leben wollen, wo eh schon durchgesickert ist, wie krank die Herren alle irgendwann wurden, körperlich und geistig. Wenn wir die Menschen mitnehmen, die schon immer so waren und sind, was soll da anders werden. Und klar sind wir erstaunt darüber, wie winzig das blaue Rund, auf dem wir leben, da im All hängt. Und noch keine Aliens in Sicht, und kein Messias. Nur wir unterwegs mit dem unlösbaren Rätsel. Und es steht auch nicht in den Sternen, wer  zu sein wir in der Lage sind.

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