macht, was er will

 

Bevor es tatsächlich vor ein paar Minuten zu schneien anfing und man wieder einmal an den Volksmund erinnert wird, der aus Erfahrung weiß, dass er macht, was er will, der April, da hatte ich mich schon an dieses Bild in der Mitte erinnert mit der Figur, die ich mir gut als Frühlingsherbeirufer vorstellen kann, mitten ins Grau hineingreifend mit einer Farbpracht, die sich auch hier schon an den Spitzen der Gewächse herausgelockt fühlte, und nun, wer weiß, wie die sich fühlen, plötzlich unter so einer eisigen Schneedecke. Auf der anderen Seite ist alles ziemlich gut ausgestattet für das, für was es gekommen ist, man darf nicht behaupten, und schon gar nicht am Samstag, hinter jedes Geheimnis zu blicken. Eigentlich stammt der bunte Mann auf dem Bild von einem Poster, das mir ein mir jahrelang bekannter Antiquitätenladenbesitzer, der manchmal auf einem Kamelfest mit seiner Ware als Kameldekorateur auftritt und dafür auch selbst manchmal dekoriert wird, das er mir also mitbrachte von so einemWüstenfest und ich ganz fasziniert auf die Farben starrte und gerne denjenigen getroffen hätte, der es gemalt hat. Kein Name darunter. Ein Dorfbewohner? Ein extra engagierter Künstler?, man weiß es nicht, obwohl man es wissen könnte, wenn man der Spur nachgehen würde bis zum Haus des Gemeinten. wo vielleicht noch weitere indisch/heiter acrimboldianische Werke stehen können würden. Jeden Samstag drängt sich mir kurz der Gedanke auf, was, schon wieder Samstag, vielleicht deshalb die besonders langen Sätze, um die Zeit und ihre Relativität selbst in die Hand zu nehmen, bis sich daraus machen lässt was es eh schon ist. Immer mal wieder freue ich mich (auch kurz) darüber, dass mir bei Einrichtung dieses Blogs die Frage gestellt wurde von meiner einrichtungsfitten Graphic Design Kollegin, was für einen Satz ich unter „Yoganautik“ haben wollte, das Thema wollte einen Satz. Da fiel mir etwas ein, was ich nie verändert und nie bedauert habe, nämlich  die Yoganautik zur mir eigenen Kunst zu machen, im Ungewissen sicher zu navigieren. Man geht von gewissen Bedingungen aus, ohne die ein Unterfangen sinnlos oder zumindest ungünstig wäre. Auf den Pfaden, die man selbst gestaltet, muss man einen gewissen Prozentsatz an Erfahrung und Vertrauen in sich haben, zumindest eine Offenheit der konstanten Lernbereitschaft gegenüber, um letztendlich mit dem richtigen Nachen die komplexen Engpässe zu ‚durchkreuzen‘ hätte ich beinahe und habe ich auch gesagt, aber ja, warum nicht, auch durchkreuzen und sein lassen und den Mut nicht verlieren und die Freude am Abenteuer. Deswegen überrascht es mich auch nicht, das Buchpaket eines Freundes zu öffnen mit einem Buch von Siri Hustvedt mit dem Titel „Die Illusion der Gewissheit“, immerhin fast 400 Seiten lang, wo man doch allein über den Titel eine Woche gelassen nachdenken könnte. Aber mal sehen, was drin steht. Ich wünsche allen ein angenehmes Wochen-Ende der Winterwochenenden, an dem wie immer Eis und Feuer gleichzeitig auf der Erde unterwegs sind.

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