dürfen

Die Regierungsstrukturen ächzen hörbar in den Balken unter all dem Dehnen, das hier heldenhaft gefordert wird, das Stützen und das Vernünftigsein, und wer trüge die Verantwortung für eine eklatante Fehlentscheidung? Das möchte man sich am liebsten gar nicht ausmalen, und trotzdem greift die Hand zum Pinsel oder zum Stift. Noch müssen wir keine Virenschutz-Burkas tragen, selbst die Maskierung ist vorläufig Empfehlung. Schnell noch einen Traum hineinstreuen in den Meinungsozean, denn wie wär’s, wenn alle mal eine Zeitlang gemeinsam was Menschenschädliches lassen würden, oder mal ein paar Wochen zusammen schweigen und gar keine Meinung äußern. Es ist wie Fasten, am dritten Tag wird’s spannend, andere Sprachen entstehen, andere Gesten, die in einem Buch aufgefangene Schriftnotiz benötigt Übertragungsklarheit, auch wenn man dem Missverstehen und dem Missverstandenwerden nie ganz entkommen kann. Da geht einem schnell die Puste aus bei solchen Ideen, kennt man doch von sich dieses Fahrwasser : „Wenn alle was Bestimmtes täten, dann würde alles….“ undsoweiter. Vielleicht ist man auch ein bisschen neidisch auf das Virus, weil es einfach ist, was es ist, und das mit großer Wirkungskraft, während wir gerne für möglich halten, was niemals sein wird, was wiederum den kreativn Kopf nicht davon abhalten sollte, Seinsvarianten zu kontemplieren. Und was ginge uns denn wirklich alle gemeinsam an außer der Handhabung dieses irren Dervischs, der die Substanz des Spiels aufmischt? Der neue Karten verteilt, auch wenn es so aussehen wird, als wäre die Fülle niemals in Leere verwandelt worden, durch die Maskierte geistern, während die liebe Mutter aller Wesen ihre Kinder verspeist. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie man es sehen kann, denn es ist diese Sicht, aus der wir  gemacht sind, bzw.
durch die wir uns selbst gestaltet haben und auch gestaltet wurden. Klar, der Lehm war auch nötig, das gehört zu den Wanderbedingungen. Die Todesangst, die uns gerade in unterschiedlichen Griffen hält, darf man sich auch nicht, oder darf man es doch, als einen zähflüssigen, tiefschwarzen Badestrand vorstellen, und ganz in der Nähe des Pudels nistet sie, ohne zu ahnen, dass dort ein Kern lagert. Selber sterben!, das ist nicht so leicht wie das Erschrecken über die Plastiksäcke und die nachts fahrenden Leichenlimousinen, obwohl das auch nicht leicht zu fassen ist. Man könnte an anderer Stelle, vielleicht nur mit sich allein, einen großzügigen Gerechtigkeitsimpuls visionieren, der den Virus als Schluckauf einsetzt, durch den der giftige Apfel aus der finseren Grube herausgeschleudert wird ans strahlende Tageslicht, Es weht ein kalter Wind durch das Himmelszelt. Die Krankenwagen hupen sich durch die leeren Straßen im Einsatz gegen das Unsichtbare. Selig sollen sein, die nichts sehen und doch glauben? Wer’s glaubt, wird selig, oder auch das nicht. Man muss ja nicht Hand an die Wunde legen, um zu wissen, dass sie da ist, aber sich um die Wunde kümmern, das schon.
Während sich die Flugobjekte der Coronadampferworkshopteilnehmer/Innen stabilisieren, taucht der Gedanke an das Triebwerk auf. Hier geht es um Schwingungsgesetze, die gleichzeitig  Flügel sind und Klangkörper. Wir basteln uns also ein schwingendes Triebwerksmodul und lassen es in der Sonne auftanken.

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