ungewiss

Wer hätte gedacht – nein – i c h habe nicht gedacht, dass das Ungewisse sich einmal derart entschleiern würde. Es ist ja immer da, nur nicht so beliebt. Auch sucht sich der menschliche Geist gern Verankerungen, und erfindet gern Stabilitäten, wo in Wirklichkeit keine zu finden sind, das will man auch nicht gern wissen müssen. Nur jetzt, ich meine im direkten Jetzt, gibt es keine Fluchtwege mehr, keine lockeren Exits, keine eremitären Waldhüttenidylle mehr, wo man unter den prüfenden Augen des Volkes Arglosigkeit unter Beweis stellen könnte. Es knackst und kracht im Getriebe der Weltordnung. Verschiebungen bahnen sich an, das Dunkle starrt dem Hellen ins Auge. Niemand weiß, was sich durchsetzen wird, jede/r Einzelne ist gefragt. Nicht von einem äußeren Kontrollsystem beauftragt, sondern von sich selbst mit der Aufgabe, zu tun, was er oder sie oder es kann. Das braucht seine Zeit, man muss zu sich selbst genug Vertrauen gewinnen, um handlngsfähig zu sein. Selbst das Bewusstsein erkennt eigene Grenzen. Wissen muss sich auflösen können in Nichtwissen. In beiden liegt Reichtum. Auf jeden Fall steht da der Humor zur Verfügung als Kraft gegen das scheinbar Unerträgliche. Und Stille und Schweigen, immer mal wieder gute Optionen im Spiel um Leben und Tod. Und sicheres Navigieren!, wünsch‘ ich uns allen.


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