anders

So, jetzt sind wir alle zusammen in einem großen Anders, das man ja auf sehr verschiedene Weisen wahrnehmen und erleben  kann. Allein die Bewegungen, die entstehen, wenn so viele ErdbewohnerInnen freiwillig riesigen Veränderungen ausgesetzt sind, denn unüberschaubar sind die Räume, die hier einerseits freigesetzt werden, es andrerseits zu überfüllten Lagerräumen kommen kann. Überhaupt zu vielem wird es kommen, man merkt, man kann es nicht so richtig denken, weil es sich gemeinsam vorwärtsbewegt, dann sich aber doch wieder trennt und zu sich zurückkehrt, wo ein gewisses Hin-und Herkontemplieren stattfindet und man, bzw. ich habe Gelegenheit, die vielen Aspekte dieses Geschehens zu betrachten. Leicht erheiternd finde ich u.a. die sorgsame Aufmerksamkeit, die den sogenannten Großeltern als den am meisten Gefährdeten zukommt und sie auf einmal im Rampenlicht des Kümmerns stehen, und wenn viele von ihnen tatsächlich vom Todesvirus dahingemäht werden würden, wie leer wären doch diese Orte, wo sie waren, oder sitzen viele von den leergefegten Stellen schon lange in teuren Heimen? Ich weiß es nicht wirklich, wie es ist, es ist ja immer alles gleichzeitig da. Dass in allen großen Herausforderungen Chancen liegen, ist auch bekannt, obwohl die nicht einfach auf einen zukommen, ist klar. Man muss sich bemühen, eine eigene Sicht zu bewahren, um vom Erlebten einen Hinweis auf sich selbst zu erhalten, und erst dadurch einen wachen Blick auf die Anderen. Überhaupt ist Wachsein und Wachbleiben  ratsam. So eine Seuche, die die Menschheit betrifft, hat etwas Hypnotisches, Traumähnliches, dem man entgegenwirken kann, indem man die potentielle Betroffenheit nüchtern auslotet . Und ja, wie schön wäre das, wenn das Volk der DichterInnen und DenkerInnen sich am prasselnden Herdfeuer zurücklehnen würde und  genussvoll bei einem guten Glas Wein in den alten Schriften kramen würde wollen, erfreut über die geistige Nähe zum Freundeskreis, wo ähnliche Gemüter ihr Schicksal gelassen und kompetent mitgestalten. Es ist schon immer an den jeweiligen Orten eine gute Frage gewesen, wieviel das Herz begehrt, und wo das Begehren im Weg steht. Insofern kann man dem Ganzen ins Auge schauen, die Hände am Steuerrad, den Kompass in Sichtweite. Relax…, sagte der Buddha, … du wirst sterben. Das ist nicht so leicht zu verstehen, wie man denkt, aber es hilft einem, angstloser zu sein. Denn mit der Angst ist es schwer, sich im Leichtfüßigen aufzuhalten, was allerdings ratsam ist, denn es ist beweglicher.

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