verhalten

Behutsam – sanftmütig – aufmerksam – langsam – allmählich – sorgfältig… Manchmal kann man sich auf den Klang der Worte verlassen. Vielleicht ist es auch die Liebe, die auftaucht und Raum macht fü sich. Die Liebe für Gefühle und Zustände, die sie selber ist. Aber es kommt ja nicht so oft vor, dass wir in den Genuss ihrer räumlichen Weite kommen, sind wir doch selbst die SchöpferInnen der Räume, in denen Zartheit erwünscht ist und ohne Bedrohung sein kann. Selbst in der politischen Schule sitzen die großen Kinder jetzt nach. Es geht um Umgang miteinander, um Sprache und ihre Entgleisungen. Wer ist nicht von sich selbst schon erschüttert worden. „Das sind doch Menschen“, denkt Gottfried Benn in einem seiner Gedichte und beschreibt sie, wie er denkt, sie seien, so auf einfachster Ebene, aber oft genug irrt man sich. Eigentlich kann man von Glück sagen, wenn man mit guten Freunden unterwegs war und ist und Räume kennt, in denen die Liebe erfahrbar ist. Ich denke, die Liebe ist überall gerne gesehen und hat in der poltischen Arena genauso gute Wirkungsmöglichkeiten wie in den persönlicen Haushalten. Liebevoller Humor, nicht unbedingt Witz, ist auch eine sehr schöne Ausdrucksform der Liebe. Eine von Frau Merkels großen Stärken, und dann die Kompetenzen, die auch dazu gehören, um förderliche Wirkung zu haben, kein Zweifel. Es ist gut, dass öffentlich über Verhalten nachgedacht wird. Respektvolle YouTuber, verunsicherte PolitikerInnen. Etwas ist im Gange. Etwas kommt auf uns Menschen zu, etwas Selbstgemachtes, das ist jetzt unaufhaltsam in Fahrt. Das ist ja an sich nichts Neues, es läuft die ganze Zeit mit, das Gesetz von Ursache und Wirkung. Das ist meditativ erforscht und wissenschaftlich bewiesen. Dabei kommt es sehr wohl auf den Einzelnen an, auch wenn das nicht immer einleuchtet. Und oft genug leuchtet das Offensichtliche am wenigstens ein. Und die Zusammensetzungen und die Zusammenspiele sind schwer zu enträtseln. Wie viele verletzende und unangebrachte Kommentare hat es gebraucht zum Beispiel, bis der Moment gekommen war, dass ein einziger Kommentar zuviel dazu geführt hat, dass Andrea Nahles ihr Amt niederlegt. Es ist immer  ein/e Einzelne/r, der oder die den Stein bewegt, oder das Pendel ausrichtet, oder mobbt, oder tötet. Der Mensch ist sicherlich auch ein Herdenwesen, aber gleichzeitig fordert ihn oder sie am meisten die Eisamkeit, die Quelle, von der aus wir zu den Anderen gehen, und wieviel dazu beigetragen wird und werden kann, ein gelungenes Beisammensein überhaupt zu ermöglichen. Auch die innere Aussttattung wird geprägt von den Formen, den Behausungen, den Räumen, in denen sich Atmosphäre verdichtet, also das, was durch die Wirkung der Innenräume sich im Außen  als ein Potential erzeugt. Wichtig ist (u.a.) (m.E.) eine wahrheitsinteressierte Einstellung den eigenen Verhaltensweisen gegenüber. An was sind sie angelehnt, und wieweit herrscht in mir selbst Klarheit über das Wünschenswerte im Umgang mit Menschen, und seine Umsetzung in behutsames und angemessenes  Verhalten.

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